Die wahre Ursache für dein Burnout und wie Du sie beseitigst in 5 Schritten

 

Vielleicht kennst Du das auch, dass Du Dich immer wieder in die gleichen Probleme oder Konflikte „hineinmanövrierst“ ohne, dass Du es merkst oder dass Du Dir vornimmst bestimmte Dinge nicht mehr zu tun – und sie dann doch immer wieder tust.

 

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Der Schlawiner in unseren Köpfen

 

Der Schlawiner, der dafür verantwortlich ist, steckt in jedem von uns. Jeder von uns hat seinen ganz eigenen. Das Seltsame daran ist, dass dieser Schlawiner eigentlich immer nur dein Bestes will. Aber was dein Bestes ist, hat er vor langer Zeit gelernt. In einer Zeit, in der Du noch gar nicht entscheiden konntest, was denn eigentlich WIRKLICH das Beste für Dich ist, weil Du noch viel zu klein warst.

 

Also wer bitteschön ist dieser chaosstiftende Schlawiner?

 

Es ist dein Unterbewusstsein!

 

Und wie kriegt man diesen wildgewordenen Feger in den Griff?

 

Darum geht es in den nächsten Artikeln. Und heute teile ich mein effektivstes Werkzeug mit Dir. Warum es so effektiv ist?

 

Weil Du damit nicht nur dem Schlawiner auf die Finger gucken und erkennen kannst, was Dich ins Burnout getrieben hat, warum Du vielleicht nicht schlafen kannst, von Selbstzweifeln, Angst und körperlichen Beschwerden geplagt wirst, sondern auch, weil Du mit diesen Erkenntnissen den "Burnout-Zug" endlich stoppen wirst. Und Du erfährst nach und nach von mir, wie Du das, was Dir das Leben gerade zur Hölle macht, einfach umprogrammieren kannst, um gesünder, zufriedener und selbstsicherer zu werden.

 

Mein ganz persönlicher „Burnout-Erkenntnis-Moment“

 

Steigen wir ein mit der Fortsetzung meiner eigenen Burnout-Geschichte und dem Neuanfang in einer anderen Stadt:

 

Ich hatte also meine 7 Sachen gepackt und meine Heimatstadt verlassen, weil ich die „Normalität“ mit der die Welt sich weiter drehte, obwohl bei mir alles in Scherben lag, nicht mehr ertrug. Das war jedoch nicht der einzige Grund: Während ich nicht wusste, wo mir der Kopf stand und einfach nur Ruhe wollte, um meine Wunden zu lecken und um zu verstehen, was mit mir gerade passierte und um mich auszuruhen, prasselten alle möglichen Vorwürfe, gut gemeinten Ratschläge und auch Forderungen aus meinem Umfeld auf mich ein. Das hat mir echt den Rest gegeben. Du weißt sicher, wie das ist, wenn sich im Kopf sowieso schon alles dreht und Du leidest wie ein Hund, ist das echt das letzte, was Du brauchen kannst.

 

Ich zog um nach Berlin, nicht nur, um mich meinem Umfeld zu entziehen, sondern auch, weil ich gesehen hatte, dass dort die Anonymität so groß war, dass ich mir keine Gedanken machen musste, dass irgendjemand wissen könnte, wie krass ich versagt hatte. Und weil keiner da war, der meine Entscheidungen bewerten konnte - außer mir selber – fing ich an, verschiedene Dinge einfach mal auszuprobieren. Ich begann im Weinhandel zu arbeiten und zog in eine große Wohngemeinschaft mit exzentrischen Künstlern aus aller Welt: Brasilien, Mexiko, der Schweiz usw. Diese führten ein ÄUßERST unkonventionelles Leben, was von meiner damaligen Vorstellung, wie das Leben sein muss, nicht weiter hätte entfernt sein können. Sie arbeiteten teilweise bis in die frühen Morgenstunden und verdienten damit ihr Geld. Oder sie feierten bis in die frühen Morgenstunden. Oder sie gingen früh schlafen und wenn ich gegen 8 Uhr morgens in die Küche kam, stand dort ein riesiger Topf mit Fleischsuppe, welche schon einige Zeit vor sich hin köchelte. Sie sangen und tanzten viel.

 

Ein völlig anderer Umgang mit dem eigenen Versagen

 

Ab und zu verschlief einer oder verpasste einen wichtigen Termin, doch es wurde trotzdem gelacht und erstmal ein Kaffee getrunken.

 

Manchmal hab ich echt gedacht, ich flipp aus, meistens stand ich jedoch nur da und staunte Bauklötze. Ich meine, wie bitteschön konnten die so aus der Art fallen und trotzdem ein offenbar leichtfüßiges, befreites und glückliches Leben führen?

 

Du hast deinen Flug zur Ausstellungseröffnung verschlafen, aber sitzt hier gechillt mit deiner Kaffeetasse und wünschst mir strahlend einen guten Morgen!

 

Im Ernst???

 

Jedes Mal, wenn ich glaubte, dass ich versagt hatte, egal ob beruflich oder privat, hatte ich ein Gefühl als ob mir eine heftige Strafe drohen würde, als ob ich etwas ganz Schlimmes getan hätte und gleich tot umfallen müsste. Und für sowas hatte ich doch keinen Kaffee verdient! Nee! Ich musste mich schnell entschuldigen und beim Bürgeramt rechtfertigen!!

 

Aber die Anderen lachten und tranken ihren Kaffee und machten sich danach in Ruhe an die Lösung ihres Problems.

 

Ich hatte im Laufe der Monate viel Zeit, um zu beobachten, dass wir auf sehr ähnliche Situationen völlig unterschiedlich reagierten. Und genau das ist der Punkt in meinem heutigen Artikel.

 

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Glaubenssätze aus der Kindheit bestimmen unser Leben

 

Warum gehst Du in dieser Gesellschaft unter, warum geht es Dir so schlecht und warum meistern Andere ähnlich Probleme wie die deinen mit Leichtigkeit und ohne Zweifel?

 

Unser Körper und unser Geist teilen sich einen Speicher. Dieser ist dazu da, ALLES zu speichern, was wir in unserem Leben sehen, hören, lernen und erfahren. Wirklich ALLES! Wie ein Staubecken aus Informationen vielleicht. Alles, was der Körper macht, wird von diesem Becken aus in Auftrag gegeben.

 

Allem, was Du fühlst und auch allem, was Du denkst, wie Du Situationen bewertest usw. liegt dieser Speicher zu Grunde.

 

Damit Du Dir die Bedeutung dieses Speichers für dein Leben besser vorstellen kannst, lass mich den Größenvergleich anbringen, den die Psychologen heute benutzen: Wenn alles, was Du weißt, woran Du Dich bewusst erinnern kannst, also alles, was Du erlebt oder in der Schule gelernt hast so groß ist, wie dein Daumennagel, dann ist dein Staubecken der unbewussten Informationen so groß wie ein Fußballfeld.

 

Naaa, das ist schon ne ganz andere Hausnummer, oder?

 

Jetzt, wo Du weißt, wie groß der Informationsspeicher von Körper und Geist ist, werde ich Dir verraten, wie und wo die Informationen da drinnen geordnet und abgelegt sind.

 

Dies funktioniert ähnlich wie in einem Keller, der groß und dunkel ist und in den Du vielleicht bisher noch nie reingeschaut hast: es gibt ein Regal auf dem steht zum Beispiel „Beziehungen“. In diesem Regal stehen viele Kisten. Auf einer steht „was ich gesehen habe, wie Männer und Frauen miteinander umgehen“ die ist ziemlich groß, denn wie Männer und Frauen miteinander umgehen, hast Du schon gesehen, bevor Du überhaupt angefangen hast darüber nachzudenken: bei deinen Eltern. Über die ersten 20 Jahre deines Lebens oder so.

 

Auf einer anderen Kiste in dem Regal steht „was ich mir merken muss“, diese ist vielleicht gar nicht so groß, aber vielleicht wurdest Du einmal betrogen von deinem Partner und warst schockiert darüber. Alles, was damals darauf hingedeutet hat, liegt in dieser Kiste – wenn Du wieder das Gefühl hast betrogen zu werden, kannst Du sie aus dem Regal holen und nachgucken, ob es Parallelen zu damals gibt und auf was Du jetzt achten musst, um herauszufinden, ob dein neuer Partner Dich vielleicht auch betrügt.

 

Es gibt ein Regal auf dem steht „Glück“ und darin unter anderem eine Kiste auf der steht:

 

„Was ich beobachtet habe, was Glück bedeutet“.

 

Auch wieder eine große Kiste, denn was Glück eigentlich ist, hast Du auch schon beobachtet und von deinen Eltern gehört, bevor Du das erste Mal darüber nachgedacht hast, was Glück eigentlich für DICH bedeutet.

 

Du hast doch schon darüber nachgedacht, oder?

 

Die Regale, die für uns in diesem Artikel interessant sind, tragen z.B. die Aufschrift „was mich zu einem wertvollen Menschen macht“, „Dinge, die ich verdient habe“, „wie Arbeit sein muss“ usw. Da stehen sicherlich einige Kisten drin, denn auch das sind Dinge, die Du sehr umfangreich bei deinen Eltern beobachtet hast, jedes Mal, wenn Mami oder Papi sich über ihren Job geäußert haben, lange bevor Du als Schüler das erste Mal Zeitungen austragen warst.

 

Neben Dir selbst sind es übrigens deine Bezugspersonen, in den meisten Fällen also deine Eltern, oder vielleicht Onkel/Tante/Großeltern, auf die dein Unterbewusstsein am meisten hört und nach deren Ansichten es, vor allem in jungen Jahren, die Regale beschriftet und die Kisten eingeräumt hat.

 

Wir werden unbefleckt und reinen Geistes und Herzens geboren. Wir hören den Menschen zu, mit denen wir aufwachsen und von denen wir glauben, dass sie genau wissen, wie die Welt funktioniert. Und währenddessen räumt das Unterbewusstsein die Kisten ein.

 

Wir werden erwachsen. Wir leben nach den Überzeugungen, die in den alten Kisten im Keller liegen. Täglich beurteilen wir uns selbst, unsere Arbeit, unser Leben nach dem, was unser Unterbewusstsein in den Regalen findet. Es hört uns weiter zu. Und sortiert weiterhin Kisten ein. In Regale. In einen Keller, so groß wie ein Fußballfeld.

 

Vielleicht wird Dir hier schon langsam klar, warum die Künstler, mit denen ich lebte, auf ähnliche Situationen völlig anders reagieren konnten als ich.

 

Vielleicht sind Dir während des Lesens schon einige Überzeugungen oder Situationen aus deiner Kindheit oder deinem Alltag eingefallen, die Du lieber nicht mehr in deinen Kellerregalen lagern willst.

 

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Wie Du die Ursache für dein Burnout in 5 Schritten beseitigst

 

1. Dein Unterbewusstsein ist der Einzige, der Zutritt zu deinem Keller hat. Du musst Dich gutstellen mit ihm, da führt kein Weg daran vorbei. Schau Dir mit ihm zusammen die Regale und die Kisten an, die darin stehen. Überleg Dir, welche Kisten Du vernichten und mit schöneren Kisten ersetzen willst.

 

2. Dein Unterbewusstsein beobachtet Dich den ganzen Tag, nimmt alles für wahr, was Du sagst und tust und hinterfragt Dich nicht. Es ist also wie ein dreijähriges Kind.

 

 Achte darauf, welchen Einflüssen dein dreijähriges Kind ausgesetzt ist und beobachte es mit so viel Liebe und Nachsicht wie möglich. Von Dingen, die es nicht hören soll, weil sie schädlich sind und die falschen Kisten größer werden lassen, halte es fern: z.B. von deiner Nachbarin, die Dir in aufgezwungenen Gesprächen immer wieder durch die Blume sagt, was für eine unfähige Mutter oder wie fett Du geworden bist.

 

3. Sei eine schlaue Mutti für Dich selbst und biete eine Kiste im Tausch gegen eine andere an: wenn dein Unterbewusstsein weniger Schwachsinn von deiner Nachbarin hört, aber mehr Lob von Dir bekommt, weil Du Dir jetzt jeden Abend vor dem Schlafen gehen zwei Dinge überlegst, die Du heute gut gemacht hast, dann rückt es die „ich versage immer, egal was ich tue“-Kiste sicher gerne im Tausch gegen eine „Selbst an schwierigen Tagen habe ich noch ein- zwei Kleinigkeiten geregelt“- Kiste raus.

 

4. Was dein Unterbewusstsein am meisten mag, sind Wiederholungen. Je öfter Du Dich mit Menschen umgibst, die Dich bestärken in dem was Du bist und je öfter Du über Dich selbst positiv denkst oder sprichst, desto mehr schöne Kisten wird es in die Regale räumen. Und wenn dort alte, verstaubte, negative Kisten den Platz einnehmen, wird es diese früher oder später rausschmeißen – denn es braucht sie nicht mehr.

 

5. Last but not least: Auch Taten zählen, vor Allem wenn Du dieses dauergestresste Gefühl loswerden möchtest und dein Körper sich beruhigen soll. Eine gute Mutti achtet darauf, dass ihr Kind die Erholung und den Schlaf bekommt den es braucht. Und dass es etwas Leckeres und Gesundes auf den Tisch bekommt, was sie mit Liebe zubereitet hat. Aber auch dazu wird es nochmal einen anderen Artikel geben.

 

Fazit

 

Dein Unterbewusstsein ist immer da. Es schaut Dir zu. Es lernt von Dir, ob die Welt ein sicherer Ort ist. Und es liebt Dich bedingungslos.

 

Schaff ihm eine kleine Welt, in der es neugierig und befreit herumtollen kann, denn Körper und Geist orientieren sich an ihm, und das Gefühl der Unsicherheit und die Angst, nicht genug zu sein und ständig neue Höchstleistungen bringen zu müssen, werden sich auflösen.

 

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Deine Suzy.

Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus: Staffel 1 Folge 4 "Die Wurzel des Burnout" :

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