Die ewige Suche: Therapie bei Burnout - DAS ist der beste Ansatz!

 

 

In diesem Artikel erfährst Du, warum es Menschen gibt, die sich scheinbar so gar nicht darum scheren, was die anderen über das, was sie sind und tun, denken, und wie aus dieser Beobachtung der beste Therapieansatz unserer Zeit entstand.

 

Du erfährst von mir, wie Du Dich von den Erwartungen anderer frei machen kannst, welcher Therapeut Dich dabei unterstützen kann und warum das so unglaublich gesund für Dich und Dein weiteres Leben sein wird.

 

Als die Psychotherapie endlich menschlich wurde

 

Es war einmal ein Mann namens Rogers, er war Amerikaner und lebte von 1902 bis 1987.

 

Er wuchs als 4. von 6 Kindern bei streng religiösen Eltern auf. Und er flüchtete sich gern in Bücher, las viel und studierte schließlich Theologie. 1922 nahm er im Zuge seines Studiums an einer christlichen Studentenkonferenz in China teil, war 6 Monate unterwegs und löste sich schließlich von den strengen Glaubensansichten seiner Eltern. Die waren natürlich überhaupt nicht begeistert davon, und so hing der Haussegen ganz schön schief.

 

 

Aber Rogers studierte weiter!

 

Besonders interessierte ihn der Fachbereich Erziehung, und so promovierte er 1931 und arbeitete schließlich als Psychologe für eine Gesellschaft, die sich für die Bildung von Kindern und deren Schutz vor körperlicher und seelischer Gewalt einsetzte.

 

12 Jahre arbeitete er dort und stellte in zahlreichen Sitzungen mit seinen Patienten verwundert fest, dass diese meistens selbst ein sehr gutes Bauchgefühl dafür hatten, wo die Wurzel ihrer Probleme lag, was ihnen helfen könnte und welche Richtung einzuschlagen wäre, damit es ihnen besser ginge.

 

Den Patienten ernst zu nehmen macht den entscheidenden Unterschied

 

Er beobachtete seine eigene Herangehensweise und die seiner Kollegen im Umgang mit den Patienten, und schlussfolgerte, dass die Patienten, die das Gefühl hatten von ihrem Psychologen verstanden und nicht belächelt zu werden, egal welche Gefühle, Wünsche oder Vermutungen sie äußerten, nach einer Weile viel mutiger und motivierter waren, ihre Probleme anzugehen und selbstständig, ganz allein zu lösen. Das war natürlich ein viel nachhaltigerer Ansatz als alles, was vorher dagewesen war, denn wenn der Patient immer nur gesagt bekommt, was er tun soll, muss er ja immer wieder zu seinem Psychologen zurück. Wenn er aber lernt, auf sich selbst und seine Bedürfnisse sowie seine Intuition zu hören und die Lösungen für seine Probleme in sich selbst zu entdecken, so wird er das sein Leben lang nutzen können und nicht mehr abhängig sein von den Ratschlägen seines Behandlers.

 

Ich weiß, Du willst ja kein Psychologiestudium mit meinem Blog machen.

 

Also, warum erzähl ich Dir das alles?

 

Der Patient selbst weiß tief drinnen oft sehr gut, was die Wurzel seiner Probleme ist

 

Es ist doch so: Die Frage, die sich mir stellt, während ich Dir das hier erzähle, die Frage, die sich vielleicht auch Dir stellt und die Rogers so viele Jahre umgetrieben hat, ist folgende:

 

Warum wissen die Menschen tief drinnen so gut, was die Wurzel ihrer Probleme ist und was ihnen guttäte, und brauchen trotzdem einen Therapeuten?

 

Sie könnten doch einfach das machen, was ihnen hilft und dann glücklich damit sein und *zack* fertig, oder nicht? Was hindert sie, was hindert Dich daran einen guten Draht zu Dir selber zu haben und einfach zu machen, wonach Dir der Sinn steht?

Warum lässt Du Dich nicht krankschreiben, wenn Du eigentlich völlig im Eimer bist und Ruhe brauchst? Warum kannst Du den Haushalt nicht einfach mal Haushalt sein lassen, wenn Du eigentlich chillen willst? Warum kündigst Du nicht deine leitende Position und gehst irgendeiner weniger stressigen, verantwortungsärmeren Tätigkeit nach, obwohl Du den Druck schon lange nicht mehr aushältst? Warum hast Du so oft das Gefühl, Du weißt, was Du jetzt brauchst, aber das umzusetzen, ist unmöglich, weil es nicht in Deine Realität und Dein momentanes Leben passt?

 

Und warum betrifft all das auch wieder so viele Menschen? Genauso wie das Burnout?

 

Das hat sich Rogers auch gefragt.

 

  • Finde Ruhe & Erholung endlich auf körperlicher und geistiger Ebene, bremse Dein "Gedankenkarussell"
  • Lerne, geschickt mit fordernden Menschen umzugehen
  • Lege Ängste, z.B. vor Veränderungen, ab
  • Stärke Deine Intuition, triff bessere Entscheidungen und geh gelassener durch den Alltag
  • Finde heraus, wie Du am effektivsten Kraft tanken kannst - dank ayurvedischer Analyse deines individuellen Körpertyps

Verstanden und gehört zu werden, ist für uns Menschen das Wichtigste überhaupt

Und nach Jahrzehnten, in denen er mit Kindern gearbeitet und viel Zeit hatte sie zu beobachten, machte er folgenden Entdeckung:

 

Jeder Mensch wird geboren mit völlig unterschiedlichen Stärken und Schwächen. Die einen fangen früher an zu laufen als ihre Altersgenossen, die anderen mit sprechen. Im Verlauf ihrer Kindheit entdecken Kinder und manchmal auch deren Eltern weitere Stärken. So sind manche eben besonders gut im Rechnen, andere wiederum im Basteln, im Schreiben oder Klavierspielen. Und in der Regel sind es die Sachen, für die sie ein Händchen haben, die Kindern von Anfang an mehr Spaß machen, für die sie sich am meisten interessieren, und in denen sie von selbst ihr Können immer weiter ausbauen und ihr Bestes geben wollen.

 

So, nun hat Rogers ja, wie gesagt, sehr sehr lange in diesem Bereich gearbeitet. Er konnte seine kleinen Patienten beim Erwachsenwerden begleiten und beobachten und stellte verblüfft fest:

 

Wer sich in der Kindheit ausprobieren darf, wird ein zufriedener Erwachsener

 

Die Kinder, die von ihren Eltern so geliebt wurden, wie sie eben waren, die sich ausprobieren durften, die ihren Neigungen nachgehen und sie irgendwann sogar professionell weiterentwickeln durften, indem sie Schreiner oder Pianist oder Mathelehrer wurden, wuchsen später zu Erwachsenen heran, welche keine Probleme hatten, ihr Bauchgefühl wahrzunehmen und wenn nötig, rigorose Entscheidungen zu treffen, um ihr Wohlbefinden sicher zu stellen. Sie fühlten sich erfüllt in ihrem Dasein, sie waren selbstsicher in dem, was sie taten und in der Bewertung ihrer eigenen Leistung. Sie hatten ja viele Jahre Zeit gehabt, sich in ihrem Talent auszuprobieren, sich selbst zu fordern, ihre Grenzen zu erfahren und sich einzuschätzen zu lernen. Kurzum. Sie wurden zu zufriedenen Menschen.

 

Überdurchschnittlich erfolgreich - und trotzdem unglücklich

 

Und dann gab es da die zweite Gruppe: Auch diese Kinder wurden, wie jedes Kind, mit Stärken und Schwächen geboren. Auch unter ihnen gab es jene, bei denen sich schon früh ein schauspielerisches Talent, ein besonders gutes technisches Verständnis oder eine außergewöhnliche Einfühlsamkeit abzeichnete.

 

Aber diese Kinder hatten, genau wie Rogers selbst, Eltern, die ihnen bestimmte Sichtweisen und Ideale aufzwangen.

 

Und da diese Kinder z.B. erfolgreiche Anwälte, Ärzte oder besonders gute Christen werden sollten, interessierte die musische Begabung und der Wunsch diese auszuleben und weiter auszubauen niemanden. Außer das Kind selbst. Aber „wer ein außergewöhnlich guter Anwalt werden soll, muss früh anfangen“, sagten sich die Eltern dieser Gruppe, unterbanden die natürlichen Bestrebungen ihrer Kinder und zwangen sie quasi stattdessen, in anderen Bereichen Leistungen über dem Durchschnitt zu erbringen, koste es, was es wolle.

 

Das waren Eltern, die ihrem Kind vermittelten, dass sie enttäuscht waren, wenn es ihre Vorstellungen nicht erfüllte und es dann sogar mit Nichtachtung oder Schlägen straften. Und das gibt es leider auch heute noch – manche Kinder sind noch nicht mal geboren, da wissen ihre Eltern schon, dass aus ihnen einmal erfolgreiche Anwälte oder Ärzte, wie sie selbst, werden sollen.

 

Die Kinder aus dieser Gruppe wurden im Erwachsenenalter häufig auch überdurchschnittlich erfolgreich in ihrem Beruf.

 

Aber sie waren trotz ihrer Erfolge geplagt von zermürbenden Selbstzweifeln, Depressionen und anderen psychischen Symptomen und konnten sich einfach nicht dazu durchringen, ihrem Bauchgefühl nachzugehen und ihr Leben so zu gestalten, wie es ihnen vielleicht besser getan hätte.

 

Sie folgten verbissen den Vorgaben ihrer Eltern, ihrer Vorgesetzten und auch gesellschaftlichen Vorgaben, selbst dann, wenn es sie gesundheitlich, im Familienleben oder sonst irgendwie massiv beeinträchtigte und sie sich damit unwohl fühlten.

 

Rogers begann sich zu fragen, warum diese zweite Gruppe sich von den Erwartungen anderer auch im Erwachsenenalter nicht lösen konnte.

 

Immerhin kann man ja tun und lassen was man will, wenn man das elterliche Nest ersteinmal verlassen hat...

 

Er muss sich lange das Hirn zermatert haben, aber irgendwann fiel ihm etwas auf! Es gibt etwas, was den Menschen von den meisten anderen Säugetieren unterscheidet, und worin er die Wurzel des Übels erkannte: Der Mensch ist nach seiner Geburt für viele Jahre auf seine Eltern und seine Sippe angewiesen, damit er überlebt und überhaupt irgendwann erwachsen werden kann. Die meisten Säugetiere sind - ich nenn es mal - "fast fertig", wenn sie nach ein paar Wochen oder Monaten aufhören Muttermilch zu trinken und anfangen feste Nahrung zu sich zu nehmen. Sie sind vielleicht noch etwas unerfahrener als ihre erwachsenen Artgenossen, aber sie können in der Regel ihr Futter selber finden und abhauen, wenn ein Raubtier sich anschleicht.

 

Nicht so der Mensch. Selbst 4, 5, 6, Jahre nach seiner Geburt ist er noch zu klein und unausgereift, als das er ohne Hilfe sein eigenes Überleben absichern könnte. Er ist also, wie gesagt, darauf angwiesen, dass andere, meist die Eltern und ihr Umfeld, ein Interesse haben ihn durchzufüttern und zu beschützen bis er groß und stark ist ;-) Und warum tun ihre Eltern und ihr Umfeld das? Woher die Motivation Kinder durchzufüttern und zu beschützen?

 

Es ist die Liebe. Das hat die Natur ja geschickt eingefädelt!

 

Und der wichtige Umkehrschluss, den Rogers zog, lautet:

 

Wenn ein Kind merkt, dass die eigenen Eltern sich abwenden, entsteht in ihm unbewusste Todesangst.

 

Wenn Dein Überleben davon abhängt, wirst du bereit sein ALLES zu tun, was von Dir verlangt wird.

 

Auch wenn das bedeutet, dass Du Deine eigenen Wünsche und Bedürfnisse unterdrücken musst. Wenn Deine Eltern Dich dafür bestrafen, dass Du nicht das bist, was sie wollen, wirst Du Dich dem beugen müssen. Und Du wirst sie beobachten, ihre Wünsche, ihre Erwartungen, ihre Ängste usw. Du wirst lernen müssen, Dich außergewöhnlich gut einzufühlen in die Menschen, von deren Gunst Dein Überleben abhängt, damit Du weißt, wie und was Du sein musst, damit dein Umfeld zufrieden ist und sich weiter um Dich kümmert. Und auch dein Unterbewusstsein lernt fleißig mit und speichert ab, dass diese Welt ein Ort ist, an dem das, was du denkst, fühlst und Dir wünschst leider keinen Platz hat. Dass Du in dieser Welt nur gut durchs Leben kommen kannst, wenn Du früh erkennst, was andere von Dir erwarten könnten und es dann ganz schnell umzusetzt, damit sie Dich weiterhin mögen. Du lernst, dass Du immer einen Grund, einen Vorteil liefern musst, damit sich Dir jemand widmet. Du verlernst es, selbst zu beurteilen, ob Du findest, dass Du etwas gut gemacht hast oder nicht. Und Du lernst, dass Du nicht einfach liebenswert bist, genauso, wie Du bist, denn Du bist nicht genug. Niemals.

 

Du bist nicht genug! LG Mama.

 

Weil das jetzt ganz schön viel Input war, lass mich Dich mit auf eine kleine Reise nehmen in die Zeit, in der es mich das erste Mal allein nach Indien zog.

 

Ich bin aufgewachsen mit unheimlich vielen Erwartungen von außen. Dies betraf nicht nur meine Leistungen, es betraf auch mein Äußeres. Sätze, wie "Jetzt schau mal, der Jan macht die gleiche Aufgabe, wie Du, soooo viel besser." oder "Was sollen denn die anderen von Dir denken?" oder "Hör auf zu weinen, die Leute gucken schon ganz komisch!", waren an der Tagesordnung. Die Erfüllung von fast jedem meiner Wünsche war immer an Bedingungen, wie besseres Benehmen, bessere Noten usw. geknüpft.

 

Als ich ins Teenageralter kam, setzten mir die Hormone ordentlich zu. Ich hatte sehr viele, sehr schlimm entzündete Pickel im Gesicht, auf dem Rücken und dem Dekolleté.

 

Ich schämte mich, so wie wohl die meisten Teenies, und probierte – unterstützt von meinem Umfeld, dem die ersten Pickel schon viel früher aufgefallen waren als mir – alles Mögliche aus, um die Biester loszuwerden. Aber nach unzähligen Cremes, Peelings, Gesichtswassern und schmerzhafte Kosmetikbehandlungen wurde ich des Themas überdrüssig. Jeder weiß, auch die schlimmste Pubertät geht irgendwann vorbei und so wollte ich aufgeben und das ganze einfach aussitzen bis ich 18 oder 19 werden würde und das Problem sich von selbst lösen könnte. Mehr als ich jedoch, schämte sich mein Umfeld für mein Hautbild. Und so ging die Tortur weiter, vom allabendlichen, sehr schmerzhaften Pickel ausquetschen durch Familienmitglieder über regelmäßige Hautarztbesuche mit Säurebehandlungen, dem Verschreiben starker Anti-Babypillen, Antibiotikatabletten, Bestrahlungen usw. usw. ...Nichts half und immer wenn ich einfach nur aufhören wollte, wurde mir gesagt, wie eklig ich aussähe und dass ich so auch keine Ausbildungsstelle finden würde, da jeder Arbeitgeber schon im Vorstellungsgespräch angewidert wäre von mir.

 

Irgendwann begann ich, Make Up für mich zu entdecken. Und dass ich damit alles verstecken konnte. Ich begann mich jeden Tag ausgiebig zu schminken und nur noch Rollkragenpullover zu tragen.

 

Irgenwann war das gröbste Überstanden. Mein Hautbild besserte sich, ich war volljährig geworden und kurze Zeit später zog ich nach Berlin. Ich begann langsam damit, Dinge auszuprobieren, die ich wirklich ausprobieren wollte. Niemand war mehr da, um mein Tun ständig zu überwachen und zu bewerten und ich fühlte mich besser.

 

Nur das starke Schminken konnte ich nicht lassen. Ich wäre nicht einmal ungeschminkt zum Müllruntertragen rausgegangen, so tief saß immer noch die Angst vor der Ablehnung der Umwelt. Ich war verliebt, ich hatte Freunde und ich stellte sicher, dass ich entweder nie bei ihnen übernachtete, damit sie mich am nächsten Morgen nicht ungeschminkt sehen konnten oder ich stand früh heimlich und leise auf, um mich ins Bad zu schleichen und mich zu schminken, bevor mein Liebster wach werden und mich ohne Make Up sehen konnte.

 

Und hier möchte ich noch einmal betonen, wie anstrengend und traurig das ist, wenn Du glaubst, dass Du so, wie Du bist, nicht in Ordnung bist. Wenn Du glaubst, das, was Du bist, verstecken und kaschieren zu müssen. Und wie sehr Dich das in Deinem Alltag und Dein ganzes Leben lang einschränken kann, immer den eventuellen Erwartungen anderer gerecht werden zu wollen. Keiner meiner Freunde damals hätte mich abgewertet oder verlassen, wenn er mich ohne Schminke gesehen hätte. Aber die Angst und die Überzeugung, ohne Schminke nicht schön genug zu sein, saßen einfach zu tief. Und ich war bereit das gemeinsame morgendliche Erwachen, ein romantisches Frühstück im Bett und alle Leichtigkeit einzutauschen, nur um einem Bild gerecht zu werden, was mir irgendwann eingetrichtert wurde, und von dem mir nicht auffiel, dass es längst nicht mehr aktuell war.

 

Und dann kam Indien.

 

Ich hatte mich ein Jahr lang auf die Reise vorbereitet, Reiseführer gewälzt, Impfungen machen lassen, ein Moskitonetz und Reiseschlafsack gekauft und vieles mehr. Vier Wochen vor der Reise begann ich meinen Rucksack zu packen. Es war kein klassischer Reiserucksack, sondern eher ein Rucksack in der Größe eines Schulranzens. Schnell wurde klar, dass das, was ich mitnehmen konnte seeehr begrenzt war. Und da man in Indien vieles eventuell zum Überleben braucht, Wasserreinigungstabletten zum Beispiel oder Malariamittel, Moskitospray, Verbandszeug etc. blieb kein Platz für Klimbim. Da war Platz für ein Seifenstück, Platz für eine Zahnbürste, ja. Aber kein Platz für Deo, Parfüm, Bodylotion und schon gar nicht für meine Schminkkiste. Was sollte ich tun? Der Flug war gebucht, die Reisevorbereitungen abgeschlossen und alles unwiederruflich bezahlt. Es gab kein Zurück mehr, und alles was mir übrig blieb, war damit zu leben ohne Schminke in ein fremdes Land aufzubrechen, von dem ich vorher schon wusste, dass ich ständig angestarrt werden würde, einfach nur aufgrund meiner hellen Hautfarbe.

 

Aber ich schlug mich wacker. In den ersten Tagen war ich so mit Indiens Trubel beschäftigt, dass ich mein nacktes, ungeschminktes Gesicht ersteinmal vergaß, nur der Sonnenbrand auf den Augenliedern erinnerte mich hin und wieder daran, denn der entstand, weil meine Haut an manchen Stellen über Jahre kein Sonnenlicht abbekommen hatte – aufgrund der dicken Schminkschicht.

 

Nach ein paar Wochen in der Sonne besserte sich mein Hautbild und ich sah nicht mehr so blass und ungesund aus, wie man eben aussieht, wenn mehrere Jahre kein Sonnenstrahl die Haut erreicht hat.

 

Eines Tages, ich hatte wochenlang keine Schminke mehr benutzt, machte einer der anderen Reisenden, die ich dort getroffen hatte, ein Foto von mir. Als ich es mir ansah, war ich gleichermaßen entsetzt und berührt: die junge Frau, die mich darauf anstrahlte, war genau das, was ich mir immer gewünscht hatte auszustrahlen: unbekümmert, zufrieden und umwerfend natürlich schön.

 

Damit auch Du Dich etwas von den Erwartungen Deines Umfelds freimachen kannst, habe ich jetzt noch 3 Tricks & Kniffe für Dich vorbereitet:

 

1. Führe Dir vor Augen, wie viel Zeit und Energie es Dich täglich kostet, darüber nachzudenken was andere jetzt von Dir erwarten könnten. Die sind erwachsen und wer was will von Dir, kann den Mund aufmachen. Das ist nicht Deine Verantwortung, jedem alles von den Augen abzulesen. Vielleicht arbeitest Du in Vollzeit, hast Kinder, hast Eltern, die deine Hilfe brauchen, bist krebskrank, ziehst gerade um, hast eine neue Zusatzausbildung angefangen – was auch immer. Wahrscheinlich bleibt Dir nur sehr begrenzte Zeit, über die Du frei verfügen kannst. Willst Du diese wenigen Momente wirklich damit füllen, über andere zu grübeln? Brauchst Du diese nicht ganz dringend für Dich selbst und für gute Energie? Und wenn ich Dich damit noch nicht überzeugt habe, wie wärs mit folgendem Argument: auf unserer Erde leben rund 8 Milliarden Menschen. Wenn jeder anfängt, sich Gedanken darüber zu machen, was alle anderen wollen könnten, dann wären wir beschäftigt mit dieser Frage bis an unser Lebensende. Willst Du am Lebensende zufrieden mit Deinem Leben sein? Oder willst Du am Lebensende sicher sein, dass Du Dein ganzes Leben damit verbracht hast, so viel, wie möglich, über die Bedürfnisse anderer rauszufinden? Es ist Deine Aufgabe, zu sagen, was Du fühlst, was Du brauchst, was Du Dir wünschst. Das kann kein anderer außer Dir genau wissen. Und es ist die Aufgabe jedes einzelnen um Dich herum, das Gleiche zu tun. Hör auf zu mutmaßen und vertraue darauf, dass dein Umfeld Dir schon sagen wird, wenn es etwas will. Und tu das Gleiche. Die anderen können nämlich auch nicht wissen, was Du möchtest, und es ist auch nicht ihre Aufgabe sich den Kopf darüber zu zerbrechen.

 

2. Wenn Du etwas vollendet hast, einen Neuanfang wagen, einen neuen Klamottenstil ausprobieren oder was auch immer tun willst, frage IMMER zuerst Dich selbst, wie DU das jetzt findest. Findest Du, dass Du Deine Aufgabe gut gelöst hast? Findest DU, dass ein Neuanfang eine gute Idee sein könnte? Die anderen wissen nicht, ob Du heute Kopfschmerzen hattest oder ob Dir vielleicht nur 60 % Energie zur Verfügung standen, also können sie auch nicht besser beurteilen als Du, ob Du Dein Bestes gegeben hast oder nicht. Die anderen wissen auch nicht, was Du mit Deinem Leben anfangen willst, also können sie auch alle anderen Entscheidungen, die Dich betreffen niemals besser beurteilen als Du - sie stecken da nämlich einfach nicht drinnen. Also, bilde Dir immer zuerst selbst eine Meinung über Dich und das, was Du tus, und wenn Du damit fertig bist, frag ruhig die anderen. Pack dann alles, was sie Dir sagen in einen großen Sack und öffne ihn, wenn Du eine ruhige Minute hast. Schau Dir das, was die anderen gesagt haben in Ruhe an, und sortiere aus, was davon Bullshit ist und was Du Dir eventuell annehmen möchtest. Du bist erwachsen. DU bist der Entscheider.

 

3. Wer über andere urteilt oder gar herzieht, ist selbst unzufrieden. IMMER. Wenn Du Dein Leben liebst, hast Du nämlich besseres zu tun, als immer zu glotzen, was andere machen oder nicht machen. Deshalb musst Du Dich auch niemals vor irgendwem rechtfertigen für Entscheidungen, die Du für Dich und Dein Leben triffst. Wie gesagt, es ist Dein Leben und die anderen stecken da nicht drin. Wer keine Ahnung hat, wovon er redet, muss auch mal den Mund halten. Es gibt Menschen, die stellen nicht nur Deine Entscheidungen, Wünsche und Bedürfnisse in Frage, sondern besitzen auch noch die Dreistigkeit, eine Rechtfertigung von Dir zu fordern, warum Du für Dich tust, was Du tust. Rechtfertige Dich nicht! Niemals!

 

Erstens gibst Du damit Deinem Gegenüber recht, dass es sich einmischen darf, zweitens ist das nicht gut für Dein Selbstbild, denn Dein Unterbewusstsein hört zu und lernt: "Ich MUSS mich rechtfertigen vor Anderen, ich darf nichts selbst entscheiden." Und das wiederum macht eine unsichere Stimme und eine Körperhaltung, die sagt: "Bei mir kannst Du Dir alles erlauben." und schon wirst Du diese nervigen Großkotze nicht mehr los. Denn die suchen genau solche Menschen mit einer solchen Körperhaltung und einem mickrigem Selbstbild um ihre eigene Unzufriedenheit an ihnen auszuleben.

 

Rogers Konzept, welches er auf Basis dieser Erkenntnisse, nämlich, dass jeder Patient tief drinnen bereits seinem Problem "auf den Fersen ist" und auch die Lösung schon in sich trägt, fußt, nennt sich übrigens "Klientenzentrierte Gesprächsführung".

 

Hier suchen Therapeut und Klient gemeinsam nach Lösungen, mit denen sich der Betroffen wohl fühlt. Er "lässt ihm Raum" für eigene, neue Erfahrungen.

 

In Einzelgesprächen, im Verständnis seines Gegenübers und auch in der Gewissheit, sich nun ausprobieren zu dürfen, ohne belächelt oder gar bestraft zu werden, entwickeln von Burnout Betroffene auf diese Weise ein neues Vertrauen in sich und die Welt, in der sie leben. Dies wiederum ermöglicht es ihnen, Ängste abzulegen, neue Wege zu gehen und alternative Verhaltensmuster auszutesten. Das "Nein - Sagen" zum Beispiel. Oder einen Jobwechsel. Oder das Lockerlassen in der Kindererziehung und vieles mehr.

 

Dies ist das Konzept, nach dem auch ich arbeite, und welches sich häufig auch in der Psychotherapie hinter Begriffen wie "Gesprächspsychotherapie" oder "Klientenzentrierter Ansatz nach Rogers" verbirgt.

 

Ich wünsche Dir viel Mut zum Umsetzen meiner Tipps und viel Kraft, Dich den Forderungen und Ansprüchen anderer auch mal zu entziehen.

 

Kein Mensch ist gleich. Es kann also keinen allgemeingültigen Maßstab geben.

 

Nur DEINEN eigenen. Für DEIN Leben.

 

Mach DICH glücklich, nicht nur die Anderen.

 

Bis bald, Deine Suzy. ;-)

 

Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus meinem Podcast "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins" .


 

Ich bin Suzy - Ayurveda Therapeutin und Burnout Coach bei Burnout Coaching Berlin.

 

In meinem Mini - Blog und in meinem Podcast "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins" erfährst Du alles darüber, wie Du Deinen individuellen Weg aus dem Burnout findest.



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