6 Gründe, warum Burnout ausgerechnet Dich getroffen hat

 

Burnout an sich ist per Definition keine Krankheit, es ist ein Begriff, unter dem viele verschiedene Symptome zusammengefasst werden, die entstehen, wenn Körper & Geist unter Dauerbelastung leiden.

 

Dies betrifft viel mehr Menschen, als Du vielleicht glaubst: erst kürzlich habe ich einen Zeitungsartikel gelesen, in dem ein Arzt erklärt, dass Wissenschaftler und Ärzte davon ausgehen, dass Burnout bis 2020 die zweithäufigste Krankheit in Deutschland sein wird.

 

Wir leben heute in einer Epoche, in der alles immer ganz schnell gehen muss, in der Anforderungen im Arbeits- und somit auch im Familienleben permanent steigen und wechseln. Es ist eine Zeit, in der Nachhaltigkeit als unwirtschaftlich empfunden wird. Eine Zeit, in der jede Stellenanzeige die Wörter „belastbar“ und „flexibel“ enthält und in der man scheinbar auf allen Kanälen immer erreichbar zu sein hat. Und so kommt es, dass wir in den westlichen Ländern alles haben, nur keine Zeit.

 

Folgende Aussage möchte ich einfach mal so in den Raum werfen:

 

Ob jetzt tatsächlich DU krank bist oder die Welt in der wir leben, darfst Du ganz für Dich allein entscheiden.

 

 

Lass mich kurz in 6 Punten aufzählen, was die meisten Menschen mit Burnout gemeinsam haben und warum es manche früher trifft und manche vielleicht erst später:

  • Menschen mit Burnout geben in der Regel immer 100% für alles – die Arbeit, den Haushalt, die Kinder usw.

  • sie haben häufig sehr hohe Ansprüche an sich selbst, sie wollen also nicht nur immer bei allem 100% geben, sondern erwarten häufig auch von sich selbst ausschließlich perfekte Ergebnisse

  • sie haben meist ein sehr großes Herz für Andere und ein recht anspruchsvolles Umfeld

  • oftmals arbeiten sie effizienter als Andere – sie erledigen Aufgaben so gut wie ihre Kollegen, jedoch in der Hälfte der Zeit oder in der gleichen Zeit in Höherer Qualität

  • wenn sie erschöpft sind lassen sie sich, häufig aus Rücksicht auf Andere, nichts anmerken

  • apropos Andere: für die haben sie immer ein offenes Ohr und sind in Krisenzeiten häufig Ansprechpartner Nummer eins; das hat auch damit zu tun, dass sie sich außergewöhnlich gut in andere Menschen hineinversetzen können

 

Du bist also aufgrund einiger besonderer Eigenschaften, die ich gerade erwähnt habe, eben auch etwas stärker gefordert als Deine Kollegen und somit etwas anfälliger für stressbedingte Erkrankungen.

 

 

Vereinfacht erklärt, verhält es sich mit Körper und Geist nämlich wie mit deinem Smartphone Akku:

  • wenn er voll aufgeladen ist, kannst Du alles damit machen

  • wenn er nur noch ein paar Prozent hat, reicht es gerade noch so für die Basics

  • wenn er leer ist, geht nix mehr

  • je weniger Akku Du hast, umso länger beträgt die Ladezeit

  • je kürzer er aufgeladen wird, umso geringer der Ladestand

  • bevor er vollständig leer ist, gibt das Phone mehrere, teils nervige Warnsignale von sich

 

Der große Unterschied ist, dass jeder dein Telefon nehmen und es ans Ladekabel anstöpseln kann, den „Körper- und Geist-Akku“ jedoch kannst nur Du selbst aufladen.

 

Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus: Staffel 1 Folge 1 "Burnout - Warum mit Dir nichts falsch ist."

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