3 Gründe, warum dein Selbstbild so negativ ist und 4 Wege, wie Du dein Selbstwertgefühl trotz Burnout wieder auf Vordermann bringst

 

In diesem Artikel geht es darum, was Dauerstress mit deiner Seele macht und woher dieses Gefühl kommt, dass mit Dir etwas nicht in Ordnung ist, weil alle Anderen mit Ergebnissen glänzen, glücklicher sind und nichts falsch machen, während bei Dir scheinbar so gar nichts mehr rundläuft.

 

Aber woher kommt dieses Gefühl, dass mit Dir etwas nicht in Ordnung ist?

 

1. Wer im Stress ist, will optimieren, sowohl sich selbst als auch die Dinge, die er tut

 

Dafür gibt es ein Wort. RICHTIG! Multitasking! Die größte unerkannte Fehlerquelle von allen.

 

Das ist eine ganz einfache Rechnung: wenn Du 100% Energie hast und 4 Sachen auf einmal erledigen willst, entfällt auf jede dieser 4 zu erledigenden Sachen genau 25%. Wie erfolgsversprechend das ist, eine Aufgabe von vornherein mit nur 25% Aufmerksamkeit anpacken zu können, lass ich jetzt einfach mal so stehen. Es sei nur angemerkt, dass der Akku am Ende des Tages trotzdem zu 100% leer ist, obwohl nur 25% auf jede Aufgabe entfallen.

 

Die Folge davon ist nicht nur ein k.o. auf ganzer Linie, sondern auch, dass Du nach getaner Arbeit höchstens noch den Überblick hast, was du geschafft hast und was nicht, jedoch keine Kapazitäten mehr dafür, dein Werk von heute detailliert auszuwerten.

 

Was bleibt also, wenn Du 10 Dinge erledigen wolltest, aber 3 davon auf der Strecke geblieben und unerledigt sind? Der Gedanke: „Ich hab‘s wieder nicht geschafft!“ Und was ist mit den 7 Dingen, die Du geschafft hast? Eigentlich ist das ja mehr als die Hälfte und gar nicht so schlecht, oder? Ganz einfach: sie gehen unter. Sie sind erledigt und es ist ein Haken daran gesetzt und darum befasst Du Dich nicht mehr damit.

 

2. Der ständige Vergleich mit Anderen

 

Dein Kollege Peter Perfekt ist einfach ein super Typ. Er liefert immer pünktlich ab, er ist jeden Tag eine Stunde vor allen anderen im Büro und er geht erst, wenn alle anderen schon längst Feierabend gemacht haben. Am Wochenende bringt er sich selbst auf den neusten Stand der Technik und ist deshalb allen Kollegen immer eine Nasenlänge voraus. Nach seinem 10-Stunden-Tag geht er dreimal pro Woche ins Fitnessstudio und sieht dadurch in seinen Anzügen natürlich immer top aus. Trotz alldem ist er für Kollegen und natürlich vor Allem für den Chef immer und überall erreichbar. Ein Vorzeige-Arbeitnehmer!

 

Was Du und Peter noch nicht wissen, ist, dass seine Frau Ende nächster Woche die Scheidung einreichen wird. Die hat nämlich sowieso schon seit Jahren das Gefühl alleinerziehend zu sein. Außerdem fühlt sie sich übersehen und nicht mehr begehrt – die Luft ist einfach raus und im Bett läuft seit Monaten auch nichts mehr. Wenn sie von Arbeit kommt, die lieben Kleinen abgeholt hat und diese endlich beschäftigt sind, muss sie dieses riesige, beschissene Haus allein putzen – für nichts! Denn Familienleben oder schöne Stunden zu Zweit gibt es hier so gut wie nie. Arme Familie Perfekt.

 

3. Die Interpretation von „Muss“ und „Schlimm“

 

Wer im Stress ist, hat keine Zeit für Differenzierungen und „Muss“ immer ganz viele Dinge zwischen denen es keine graduelle Abstufung gibt.

 

Wer im Dauerstress ist, wird nach und nach auch „Schlimm“ nicht mehr differenzieren können.

 

Vielleicht gehörst auch Du zu den vielen Menschen, für die sich ein verschwitzter Anruf bei der Krankenkasse im ersten Moment genauso anfühlt wie das versehentlich herbeigeführte Abbrennen des Hauses.

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Wie diese Denkmuster Dir schaden

 

Das Problem an diesen drei Denkmustern, die ich bis hierhin beschrieben habe, ist, dass ein verschobenes und sehr negatives Selbstbild entsteht, aus dem sich dann das „Versagen-auf-der-ganzen-Linie-Gefühl“ einstellt, von dem ich eingangs gesprochen habe.

 

Das Ganze wird schnell zum Selbstläufer, denn mit jedem Mal, wo etwas nicht nach Plan läuft, prägt sich dieses Bild mehr und mehr ein.

 

Allem liegt dein Unterbewusstsein zu Grunde.

 

Das heißt, Du denkst irgendwann nicht mehr „Ich habe heute versagt.“, sondern „Ich bin einfach ein Versager.“ oder „Ich habe wieder versagt.“, was impliziert, dass Du das häufiger tust. Es entsteht eine gefährlich Abwärtsspirale, denn wer glaubt, nie gut genug zu sein, wird nur einen sehr beschränkten Horizont haben für die Chancen & Möglichkeiten, die das Leben zu bieten hat.

 

Du könntest der fleißigste, begabteste, schlauste Mensch sein, den die Welt je gesehen hat, wenn Du deinem Unterbewusstsein aus Versehen vermittelt hast, dass Du ein Versager bist, wird es Dir glauben, dieses Selbstbild abspeichern und bemüht sein, immer wieder entsprechende Erfahrungen zu produzieren, damit sich dieses Bild bestätigt und Du recht behalten kannst.

 

4 Wege, wie Du dein Selbstwertgefühl trotz Burnout wieder auf Vordermann bringst

 

1. Hebe das, was heute gut gelaufen ist für Dich hervor, wenn Du über den Tag nachdenkst.

 

Du hast 7 von 10 Dingen erledigt, obwohl Du heute so viel um die Ohren hattest? Super! Genieße das und mach nicht einfach nur einen Haken dahinter. Wer etwas geschafft hat, darf und muss auch dafür gelobt werden!

 

2. Belohne Dich & wende Dich deinem Körper zu – auch hier wird dein Unterbewusstsein sehr schnell dazu lernen.

 

Gönn Dir ein heißes Bad und scheiß aufs Betten machen – Du hast genug getan für heute! Du hast etwas gemeistert? 7 von 10 Aufgaben erledigt? Ab in den Massagesalon um die Ecke! Keinen Bock auf den Steuerberater gehabt und trotzdem hingegangen? Belohne Dich mit einem Kaffee, einem Döner, einem Eis – und zwar SOFORT! Du hattest heute irgendwie Null Bock und hast trotzdem die eine oder andere Kleinigkeit erledigt? Belohne Dich dafür, dass Du Dich überhaupt aufgerafft hast.

 

3. Wenn etwas Unerwartetes passiert oder Du etwas Wichtiges vergessen hast: atme tiiiief ein.

 

Tu das bevor Du irgendwas anderes denkst oder tust. Atme ein, frag Dich: „Wie finde ich das denn jetzt?“ Wenn niemand daran stirbt oder zu mindestens ein Körperteil verliert, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Sache sich regeln lässt. Je weniger Du deine Energie mit Ärger über Dich selber oder andere verschwendest, desto mehr bleibt davon übrig um das Problemchen zu lösen.

 

4. Vergleich Dich nicht mit Anderen.

 

Fast jeder ist heutzutage darauf bedacht, ein gutes, glattes, perfektes Bild von sich nach außen zu tragen. Vielleicht sind die Anderen bessere Schauspieler als Du, so wie Peter, das war‘s dann aber auch schon. Konzentriere Dich lieber auf das, was Du besser kannst als die meisten um Dich herum. Denn das ist es, wofür Dich die Anderen schätzen und der Grund, warum Du nicht nutzlos bist für diese Welt. Im Übrigen glaube ich, dass in diesem Universum nichts nutzlos ist, sonst würde es ja nicht existieren. Sprich mit Menschen, die Dich schätzen und mögen – die können Dir nämlich auch sagen, warum sie das tun.

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Fazit

 

Wenn Du Dich selbst beobachtest, wirst Du feststellen, dass dein Geist an den anstrengenden Tagen viel stärker versucht Dir vorzugaukeln, dass Du eine Null bist. Lass Dich nicht verarschen! Wer ist hier der Boss? Du!

 

Und denk daran: Alle Anderen sind auch nur Menschen mit Stärken und Schwächen. Wie Du.

 

Wie hat Dir mein Artikel gefallen? Welche Erfahrungen hast Du gemacht mit Deinem Selbstwertgefühl im Zusammenhang mit Burnout? Lass es mich wissen! Ich freue mich immer sehr über Feedback von Dir. Hinterlasse einfach einen Kommentar am Ende dieser Seite!

 

Deine Suzy. :-)

Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins"  - Liebe Dich selbst wie deinen Nächsten!

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