#19 - Brauchst Du Medikamente oder nicht? Burnout, Depressionen & Medikamente - Teil II

Dieser Artikel ist die Fortsetzung des Artikels „Burnout, Depressionen & Medikamente I“ und baut außerdem auf den  Artikel „Burnout – Der Rückfall“ auf. Die Sache wird mit diesem Beitrag also jetzt rund gemacht! Denn nachdem ich Dir im ersten Teil vor allem erst einmal über die heutzutage standardmäßigen Ansichten und Methoden berichtet habe, kommen wir hier endlich zu meinem berühmten Wechsel des Blickpunkts!

 

Denn Du erfährst gleich von mir, was ein Burnout aus Burnout Coaching Berlin-Sichtweise ist, wie Depressionen in diesem Kontext einzuordnen sind und vor allem, wie Du selbst mit Hilfe von 4 Fragen und 6 Schritten herausfinden und entscheiden kannst, ob es für Dich wirklich nötig oder gar hilfreich sein könnte, Dich medikamentös unterstützen zu lassen oder nicht!

 

Ich werde häufig gefragt, ob Burnout und Depressionen das Gleiche sind. Nun ja, das kommt – wie so oft – auf den Blickwinkel an...

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Die westliche, also unsere ganz normale Medizin hat den Begriff "Burnout" als einen Oberbegriff für alle möglichen Symptome gewählt, die auftreten können, wenn Körper und Geist nachhaltig erschöpft und ausgehungert sind.

 

Auch wenn ein Burnout sehr, sehr oft mit Depressionen einhergeht oder sich über eine Depression äußert, so ist es nicht das Gleiche. Manche Menschen haben Rücken- oder Kopfschmerzen als Leitsymptom bei Burnout.

 

Erschöpfung, Schlafstörungen oder innere Unruhe zählen zu den Symptom-Klassikern, und obwohl sie ebenfalls Symptome für eine Depression sein können, so können sie auch als Begleiterscheinungen in einem Burnout ohne großartige Beteiligung einer Depression auftreten.

 

Die Definition von Burnout – ebenso wie die von Depression und auch die strikte Trennung beider Begriffe, ist schulmedizinisch nicht so einfach, da beides sehr große Themengebiete sind, unter denen sich alle erdenklichen Beschwerden zusammenfassen lassen.

 

Deswegen ist es leider auch nicht selten, dass Beschwerden, die eigentlich tatsächlich eine körperliche Ursache haben, psychisch bedingten Depressionen zugeordnet werden und andersherum – dass Beschwerden, deren Ursache in der Psyche liegt, körperlichen Erkrankungen zugeordnet werden.

 

Das Ayurveda macht es uns hier ein bisschen einfacher: denn ayurvedisch betrachtet, sind sowohl Burnout als auch Depression nichts anderes, als ein energetischer Kollaps. Dieser kommt zustande, wenn weniger Energie nachkommt als Du ausgibst, oder wenn Du mehr Energie ausgibst, als Du aufnimmst. Hört sich an wie dasselbe, ist es aber nicht.

 

Dein Sein wird also auf irgendeiner Ebene nicht genug mit "frischer Energie" gefüttert oder Du hast über lange Zeit mehr Energie ausgegeben als Du hattest, obwohl Du sie gefüttert hast. Oder meistens beides.

 

Vielleicht hast Du zu oft und zu lange zu wenig geschlafen, zu wenig oder zu viel oder zu ungesund gegessen, zu wenig oder zu viel oder zu einseitige Bewegung gehabt, zu wenige oder zu viele oder zu einseitige, negative Eindrücke aufgenommen.

 

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Eine weitere Spur auf der Suche nach dem Grund für Deinen Energiekollaps findet sich zum Beispiel in alten Traumata, die irgendwo im Unterbewusstsein vergraben liegen und nicht verarbeitet wurden. Sie fressen über Jahre hinweg unheimlich viel Energie und bleiben doch oft unbemerkt im Alltag.

 

Schlussendlich würde ich Burnout und Depression mit einem Konto vergleichen, aus dem aus verschiedenen Quellen Geld eingehen muss, damit Du an verschiedene Posten Geld zahlen kannst. Hast Du zu viele Posten oder einen Posten, den Du seit Jahren zahlst ohne es zu merken oder hast Du von – sagen wir – fünf Geldquellen, die Dir theoretisch zur Verfügung stehen um das Konto zu füllen, nur drei aktiviert, so wird Dein Konto zwangsläufig ins Minus geraten.

 

Und hier landen wir wieder bei Burnout, Depressionen und Symptomen. Eines davon ist zum Beispiel die Erschöpfung, ein anderes die Aggression, um sich gegen noch mehr Belastung zu wehren.

 

Ayurvedisch betrachtet sind Burnout-Symptome nützlich und sinnvoll, Dein Körper benutzt sie ganz bewusst!

 

Er wird versuchen Dich davon abzuhalten noch mehr Energie zu verschleudern, die Du – warum auch immer – nicht hast und sie sich stattdessen zurückzuholen, indem er blockiert und absolute Ruhe und Erholung einfordert.

 

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Deswegen ist es ein ganz typisches Phänomen, dass in den ersten Tagen und Wochen der Krankschreibung die Müdigkeit, die Schwere erst einmal stärker werden. Körper und Geist mussten lange warten und vieles loslassen um sich endlich tief ausruhen zu können.

 

Jetzt dürfen sie. Und Du spürst vielleicht zum allerersten Mal, wie unfassbar niedrig Dein Energielevel überhaupt ist!

 

Jetzt, wo Du besser verstehst, wie ein Burnout und auch viele Depressionen (nicht alle Depressionen – darauf bin ich im Artikel "Burnout, Depressionen & Medikamente I" eingegangen) zustande kommen, leuchtet es Dir vielleicht auch ein, warum Psychopharmaka, die Deinem System suggerieren, dass es wach und leistungsfähig ist, niemals die Lösung sein können.

 

Sie geben Dir nicht mehr Energie. Sie verschaffen Dir keine echte Erholung!

 

Sie helfen Dir nur dabei, noch ein bisschen länger den Raubbau an Körper und Geist fortzusetzen, sozusagen Deinen Kontostand im Minus und die viel zu hohen, meist unbewussten Ausgaben oder mangelnden Einkünfte zu ignorieren, ... was langfristig gesehen alles nur noch schlimmer machen würde.

 

Nicht das Müdigkeitsgefühl muss weg, sondern die Müdigkeit. Nicht das Gefühl völlig drüber zu sein muss weg, sondern die Flut der anstrengenden Eindrücke muss weniger werden. Deshalb werden Psychopharmaka allein niemals irgendetwas lösen können und deshalb ist eine Psychotherapie oder ein Coaching unersetzlich.

 

Ob es in Deinem individuellen Fall wirklich nötig und überhaupt sinnvoll ist Psychopharmaka einzunehmen, kannst Du gleich anhand von folgenden 4 Fragen erst in Dir selber erkunden! Danach kannst Du Dich anhand der 6 darauffolgenden Schritte weiter voran tasten.

 

Beides – die 4 Fragen und die 6 Schritte – kannst Du auch als Liste auf meiner Webseite herunterladen, ausdrucken und mitnehmen, um nichts zu vergessen und alles Wichtige im Laufe der Arztbesuche und so weiter, zu notieren.

 

Los geht’s mit ...


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4 Fragen, die Du Dir stellen kannst, wenn Du wissen willst, ob Psychopharmaka nötig sind

 

1. Habe ich das Gefühl, ich weiß schon, dass etwas oder in etwa was bei mir im Argen liegt? Erschöpfung/Mobbing/Alltagsstress/Ängste/Unzufriedenheit/Mangel an interessantem Input/alte Traumata?

 

→ Wenn Ursachen erkennbar oder zu vermuten sind, hast Du bereits einen Ansatz, woran Du arbeiten müsstest, und die Wahrscheinlichkeit, dass es unbedingt Medikamente braucht, ist geringer.

 

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2. Habe ich eine Art Intuition, was jetzt zu tun ist? Was sagt mein Bauchgefühl? Was sagt mein Körper? Will er etwas? Weiß er, was er braucht? Eine Ausruhzeit, z.B.?

 

→ Wenn ja, hast Du hier eventuell schon den Finger auf dem Lösungsansatz und tastest Dich in die richtige Richtung. Die Wahrscheinlichkeit, dass es unbedingt Medikamente braucht, ist auch hier geringer.

 

3. Habe ich Suizidgedanken oder massive Schwierigkeiten, mein Leben lebenserhaltend (aufräumen, essen, einkaufen) zu führen?

 

→ Sind Leben und/oder Lebensführung massiv bedroht, weil Du über einen längeren Zeitraum gar nicht mehr essen, Dich überhaupt nicht zur Körperpflege oder z. B. zum Einkaufen motivieren kannst oder sogar Suizidgedanken hegst, können Medikamente eine wichtige Überbrückungshilfe darstellen.

4. Liegt möglicherweise eine organische Ursache vor, wie z.B. der Lithiummangel bei Karla aus meinem Artikel „Burnout – Depression & Medikamente I“?

 

→ Nicht bei Burnout, jedoch bei bestimmten Formen der Depressionen kann es vorkommen, dass ein Botenstoff eingenommen werden muss, den Dein Körper von Geburt an nicht produziert. Darüber habe ich im gerade genannten Artikel ausführlich gesprochen. Auch andere Botenstoffe könnten "durcheinander" sein.

 

6 Schritte um herauszufinden, was das Richtige für Dich ist

 

1. Schritt: Der Besuch beim Hausarzt/Neurologen zur Erstellung eines großen Blutbildes

 

Bitte Deinen Hausarzt um ein großes Blutbild! Insbesondere bei Frauen kann auch der Gang zum Gynäkologen und/oder ein Check des Hormonstatus beim Endokrinologen angeraten sein. Siehe auch Frage 4.

 

Aber  Achtung! Der Neurologe oder der Psychiater sind die Spezialisten, wenn es um Psychopharmaka und deren eventuelle Verschreibung geht. NICHT der Hausarzt! Ein Eingriff in Deinen empfindlichen Botenstoffhaushalt durch Medikamente sollte IMMER von einem Facharzt vorgenommen werden! Das bringt uns zu Schritt Nummer 2.

 

2. Schritt: Der Gang zum Neurologen/Psychiater mit den 5 W`s

 

Wichtig an dieser Stelle: Falls Du das große Blutbild beim Hausarzt/den Hormonstatus beim Gynäkologen vornehmen lassen hast, nimm die Ergebnisse unbedingt mit und lass Deinen Neurologen/Psychiater drüberschauen!

 

Um herauszufinden, ob hier nur sinnvolle Symptome übertüncht werden sollen, damit der Raubbau weitergehen kann, und Du arbeitsfähig bleibst, oder ob es hier wirklich nicht ohne Psychopharmaka geht, halte Dich an die 5 W´s und frag Deinen Psychiater oder Neurologen aus, bis Du sicher bist, alle Informationen erhalten zu haben, die Du brauchst. Denn das ist sein Job, dazu ist er da, Dir alles genau zu erklären und Dich nicht abzuspeisen.

 

Die 5 W`s lauten:

 Warum soll ich das einnehmen?

  1. Was genau bewirkt es bzw. wie genau trägt es zu meiner Heilung bei?
  2. Wie wirkt es in meinem Körper, was macht es da?
  3. Was wären (Behandlungs-) Alternativen?
  4. Wie lang ist die voraussichtliche Einnahmedauer?
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3. Schritt: Die Zweitmeinung eines anderen Neurologen/Psychiaters

 

Suche einen anderen Neurologen oder Psychiater auf und schau, was er Dir vorschlägt.

 

Wichtig: Falls Du das große Blutbild beim Hausarzt/den Hormonstatus beim Gynäkologen oder beim ersten Neurologen/Psychiater durchführen lassen hast, nimm die Ergebnisse unbedingt mit, und lass auch den zweiten Neurologen/Psychiater drüberschauen!

 

Erzähle ihm erst danach von der Empfehlung seines Kollegen.

 

Frag ihn nach seiner Meinung dazu und frag auch ihn die 5 W´s!

4. Schritt: Höre auf Dein Bauchgefühl! (Ja, schon wieder!)

 

Nun, da Du all diese Informationen hast: Wozu tendierst Du?

 

5. Schritt: Die Meinung des Psychotherapeuten

 

Unumgänglich für die Heilung Deines Burnout: Finde einen Therapeuten oder einen Coach, mit dem Du Dich wohl fühlst, und dann: Sprich mit Deinem Psychotherapeuten über Deine Erkenntnisse aus den 4 Fragen und den ersten 4 Schritten bis hierher, und frage sie oder ihn nach ihrer oder seiner Meinung in Bezug auf Deine Situation.

 

Dieser Schritt ist deshalb so wichtig, weil Psychotherapeuten – im Gegensatz zu Neurologen und Psychiatern – sich in ihrem Studium, und auch weit darüber hinaus, hauptsächlich damit beschäftigt haben und dazu ausgebildet wurden, wie man psychische Probleme wirklich bei der Wurzel packt und auflöst. Der Psychotherapeut Deines Vertrauens wird Dir besser als jeder andere sagen können, ob und wenn ja, wie lange ungefähr eine Einnahme von Psychopharmaka für Dich sinnvoll sein kann, oder ob die Wurzel Deines Burnouts sich auch nur mit Psychotherapie – und ganz ohne Pillen lösen lässt.

 

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Der 6. Schritt: Bedenkzeit – so lange wie nötig!

 

Nimm Dir auf jeden Fall die Zeit, die Du wirklich brauchst, hör in Dich rein – wozu Du tendierst, und entscheide Dich. Lass Dich nicht unter Druck setzen.

 

Wie gesagt, diese 4 Fragen und 6 Schritte, die Du als Wegbegleiter nutzen kannst, um z. B. den Überblick in Arztgesprächen zu behalten, kannst Du jetzt auf meiner Webseite herunterladen, ausdrucken und überall mit hinnehmen. Du findest sie hier als Download.

 

Medikamente oder nicht – alles hat seine Berechtigung. Es gibt kein grundsätzliches Richtig oder Falsch. Die Frage kann immer nur sein: Was ist das Richtige für MICH?

Erinnerst Du Dich an Eva, aus meinem letzten Artikel? Auch sie war verunsichert, ob Medikamente hilfreich sein würden. So hat sich ihr Weg weiterentwickelt:

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"Hallo Suzy - it's me: EVA :-)

 

Grad vorweg: Du bist ein Goldschatz. Ich habe mich zutiefst gefreut über Deine Nachricht und die an mich gerichtete Folge/den Artikel vom letzten Mal.

 

Ja, ich stelle viele Fragen und ich muss sagen, die Erfahrungen die ich durch das Burnout gemacht habe, lösen sich erst allmählich in positive Einzelteile auf. Der wichtigste Teil daran ist, dass ich achtsamer mit mir umgehe und mehr und mehr versuche, meine Bedürfnisse war und ernst zu nehmen.

 

Ein anderer sehr wichtiger Teil: Obschon ich schon viele Jahre Hormone nehme wegen meiner Unterfunktion der Schilddrüse, habe ich erst die letzten Monate mal richtig auf die Werte geachtet: Sie sind seit Monaten schlecht. Die Vermutung liegt nahe, dass sich dies ebenfalls sehr negativ auf die Situation ausgewirkt hat. Darauf kommen musste ich selber. Zwar wurde die Dosis jeweils Seiten des Arztes angepasst. Wie fest diese Tatsache aber auch meine Stimmungsschwankungen und Angstzustände beeinflussen kann, davon hat man mir nichts gesagt. Leider hat mich sogar ein Spezialist noch in eine katastrophale Überfunktion manövriert: Kein Wunder also, hatte ich Herzrasen, das sich wie Panikattacken anfühlte, was echt schlimm war.

 

Bei Depressionen o.ä. also unbedingt auch mal die Schilddrüsen-Werte checken lassen!!!

 

Nun bin ich ja mit den Psychopharmaka unterwegs. Ja, ich nehme noch immer 4 Tropfen und glaube auch zu merken, dass es eine positive Wirkung für mich hat. Mir ist aber auf jeden Fall klar, dass ich weiter an mir arbeiten muss. Besonders an meinen Gedanken. Dass ich auch weiterhin auf den Spuren, der Suche nach meiner eigenen inneren Stimme bleiben muss. Um aus mir selbst heraus das Möglichste zu tun, um mir selbst langfristig der beste Freund und Helfer zu sein.

 

Was ich darüber hinaus noch so tue: Ich höre mir fast täglich eine Meditation an, manchmal auch eine Hypnose. Alles mit dem Ziel, mein Unterbewusstsein positiv (um) zu programmieren. Ich musst tatsächlich lernen, mich im Spiegel anzuschauen, mir zuzulächeln und zu sagen: Hi you, ich mag dich!!!! Ich habe angefangen es zu tun und mich vor meinem eigenen Spiegelbild gescheut. Ich habe mich selbst nicht ausgehalten. Heute weiß ich, dass es das Allerwichtigste ist: Die Selbstliebe.

 

Ach, und was ich bis heute einer der besten Tipps von Dir finde:


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Gibt 80 % und lasse die anderen vermuten, dass Du immer 100 % gibst. Seitdem ich das tue, erlebe ich viel mehr Wertschätzung, sowohl von mir selbst, als auch von anderen :-).

 

Sei herzlich gegrüßt und doll gedrückt.

 

Alles Liebe, Eva"

 

Du hast den Eindruck, dass ich Medikamenten gegenüber ganz schön kritisch eingestellt bin, was ihre Anwendung bei Burnout und Depressionen angeht? Du hast Recht! Ich persönlich finde, dass sie viel zu schnell und leichtfertig verschrieben werden. Ein Grund dafür ist sicher auch die Leistungsgesellschaft, in der wir leben, und die Dich auch trotz Deines Burnouts oder einer Depression zum Funktionieren und Weitermachen auffordert, koste es, was es wolle. Und oft ist es wirklich nur das, was für die Medikamenteneinnahme und den damit verbundenen Eingriff in Deinen komplexen Botenstoff-Haushalt spricht. Erinnerst Du Dich noch an Andrea's Erfahrung?

 

"Ich habe lange gebraucht um mir einzugestehen, dass es so nicht weitergehen kann, weil ich hohe Erwartungen an mich selbst hatte und nicht versagen wollte.

 

Ich ging also zu meiner Hausärztin, brach dort in Tränen aus und sagte: "Ich kann nicht mehr, ich kann einfach nicht mehr...!" Sie schrieb mich krank mit der Bedingung, eine Psychotherapie aufzunehmen. Das tat ich einmal wöchentlich. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, kam ich etwas zur Ruhe und fühlte mich verstanden, hatte aber trotzdem ein schlechtes Gewissen, dass ich krankgeschrieben bin.

 

Nach ca. 6 Wochen bekam ich einen Anruf von der Krankenkasse mit der Nachfrage, wie es jetzt weitergehen soll bei mir und ob ich jetzt länger krankgeschrieben bin.

 

Man zitierte mich in die Geschäftsstelle der Kasse. Die Mitarbeiterin dort war ablehnend und unfreundlich und wies mich darauf hin, dass ihr keine Krankschreibung von einem Facharzt vorliegt, dass ich das bitte unverzüglich nachholen solle und dass ich dort bestimmt Tabletten verschrieben bekommen würde und dann wird schon alles wieder gut. Sie hätte schon einmal eine Kundin gehabt, die auch unter Burnout und Depressionen litt. Ich solle eben mal etwas mehr an die frische Luft gehen und mir ein Hobby suchen, fotografieren zum Beispiel. Irgendwann müsse ich ja auch mal wieder arbeiten gehen, mahnte sie mich.

 

Ich ging also zum Psychiater, dieser hörte sich geduldig meine Situation an, bestätigte mich, indem er die begleitende ambulante Psychotherapie guthieß und verschrieb mir ganz selbstverständlich und abgeklärt Psychopharmaka. Einmal eines mit Escitalopram zum täglich einnehmen und zusätzlich ein Benzodiazepin "für die besonders schwierigen Tage".

 

Ich kam von diesem Termin nach Hause und habe mich in meinem ganzen Leben noch nie so schlecht und als Versagerin gefühlt, wie in diesem Moment. Ich hatte Angst, dass ich keine Kontrolle mehr über mein Leben habe und alles nur noch viel schlimmer gemacht habe. Dieser Druck der Krankenkasse, die Andeutung, dass ich nur krankgeschrieben bleiben dürfte, solange ich diese Pillen nehme und die Nachfragen von Freunden und Familie. Ich bekam Panikattacken, fühlte mich völlig entwertet... ich machte doch Fortschritte in der Therapie. Warum durfte ich diese Zeit für meinen Genesungsprozess nicht haben?

 

Nach langem hin und her überlegen, habe ich mich dagegen entschieden, die mir verschriebenen Tabletten zu nehmen. Ich hatte Angst vor einer Entfremdung von mir selbst und war nicht davon überzeugt, dass Tabletten zur Lösung meiner Probleme oder beim Verarbeiten und Akzeptieren der Dinge beitragen würden.

 

Ich habe jedoch vorgegeben, die Tabletten zu nehmen, um meine Krankschreibung nicht zu riskieren, und alle waren zufrieden: die Krankenkasse, der Psychiater, die Psychotherapeutin.

 

Am Anfang meiner langen Krankschreibung überkam mich eine noch nie dagewesene Müdigkeit und das Bedürfnis nach gaaanz gaaanz viel Ruhe. Obwohl ich nichts einnahm, ging es mir nach einigen Wochen Ruhe und Therapie immer besser.

 

Zwischendurch (ca. ab der 9. Woche der Krankschreibung) erhielt mein Psychiater von meiner Krankenkasse immer wieder Anschreiben mit Nachfragen über meinen Therapieverlauf, in denen auch die Frage inkludiert war, ob eine Behandlung mit Psychopharmaka erfolgt. Mein Psychiater sagte mir, dass sei eine ganz nochmale Prozedur. Die Kasse wollte sichergehen, dass ich meiner sogenannten Mitwirkungspflicht nachkomme. Denn es ist gesetzlich festgelegt, dass man "sich auf Verlangen der Krankenkasse ärztlichen und psychologischen Behandlungsmaßnahmen zu unterziehen (§ 62) bzw. sich einer Heilbehandlung zu unterziehen hat, wenn eine Verbesserung des Gesundheitszustandes, bzw. die Verhinderung einer Verschlechterung dadurch zu erwarten ist (§ 63)" und dazu zählen auch die Tabletten.

 

"Wenn man das nicht tut, ist die Krankenkasse berechtigt, Leistungen, wie das Krankengeld zu verweigern.", sagte er. Das war dann wohl das, was mir diese Mitarbeiterin auch schon angedroht hatte, sollte ich nicht Willens sein das Zeugs zu schlucken.

 

Ich löste also brav meine Rezepte ein, nahm jedoch nichts davon.


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Mithilfe meiner Therapeutin entwickelte ich einen festen Tagesablauf – das tat mir gut. Aufstehen, Yoga, Frühstück, Spazieren, viel Schlafen, mein Essen mit viel Liebe zubereiten, das alles half mir, mich zu orientieren, zu erden und dadurch erst einmal zu erkennen, welche Bedürfnisse ich überhaupt habe.

 

Heute bin ich sehr sehr froh, dass ich auf mein Bauchgefühl gehört habe und den vielleicht etwas längeren Weg gegangen bin um mich mit mir und meinem Leben auseinanderzusetzen. Wenn ich das alles nochmal reflektiere, bin ich wirklich schockiert, dass Psychopharmaka als "Allheilmittel" für Alle angepriesen wird. Es ist doch nicht jeder gleich!

 

Bei mir wurde übrigens nie eine neurologische oder generell eine körperliche Ursache für meine Depression nachgewiesen!

 

Liebe Grüße Andrea"

 

Im schlimmsten Fall verhindern Medikamente Deine Heilung, weil Du Deine Beschwerden – und auch Deine Erfolge auf dem Weg aus dem Burnout – nicht mehr wahrnehmen kannst. Du weißt ja nicht, ob die Urspungssymtome besser werden oder nicht, da Du sie nicht mehr spürst.

 

Sie trüben so Dein Selbstvertrauen in Dein Bauch- und Körpergefühl. Und sie können im worst Case dazu führen, dass Du entweder süchtig wirst, weil Du Angst hast, ohne sie wieder in die „alten Probleme“ zurückzufallen, oder Panik bekommst, wenn es ans Absetzen geht, weil Du nicht weißt, ob es die Medikamente sind, die Dich in der Spur halten, oder die intensive, erfolgreiche Arbeit an Dir selber.

 

Medikamente bei Burnout vermitteln leicht den Eindruck das Problem käme von außen, und es könnte von außen gelöst werden. Im Burnout-Kontext führt die Einnahme viel zu oft dazu, dass Betroffene ihre Kräfte und Widerstandsfähigkeit überschätzen, viel zu früh wieder gesundgeschrieben werden, und einige Zeit später noch größere Probleme haben...

 

Ich denke, nach diesem und den vorhergehenden Artikeln bist Du nun umfassend informiert und hast eine gute Basis, um Deine individuelle Entscheidung dafür oder dagegen zu treffen. Und nun genug der Kritik! Ich habe Dir noch eine kleine Geschichte aus dem fernen Osten mitgebracht die auf lustige Weise aufzeigt wie wichtig es ist zu verstehen, was in Deiner Situation passiert, bevor Du Dich zum Handeln entscheidest:

 

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Jeder wandernde Mönch konnte in einem bestimmten Zen-Tempel verweilen, wenn er mit denen, die im Tempel leben, eine Diskussion über den Buddhismus führte und gewann. Wurde er besiegt, so musste er weiterziehen.

 

In diesem Tempel im nördlichen Teil Japans lebten zwei Mönchsbrüder miteinander. Der Ältere war gelehrt, der Jüngere dagegen war dumm, und er hatte nur ein Auge. Ein wandernder Mönch kam des Weges und bat um Unterkunft, indem er mit Anstand zu einer Debatte über die tiefe Lehre herausforderte.

 

Der ältere Bruder, der müde war vom vielen Studieren, überließ dem Jüngeren seinen Platz. „Geh und bitte darum, dass das Gespräch schweigend geführt wird.“, riet er ihm vorsichtig.

 

Also begaben sich der junge Mönch und der Fremdling zum Schrein und setzten sich nieder. Kurz darauf erhob sich der Reisende, ging zum älteren Bruder und sagte: „Dein jüngerer Bruder ist ein prächtiger Bursche. Er besiegte mich.“ „Berichte mir den Dialog!“, sagte der Ältere. "Nun", erklärte der Reisende, "zuerst hielt ich einen Finger hoch, der Buddha, den Erleuchteten, repräsentierte. Daraufhin hielt er zwei Finger hoch, was auf Buddha und seine Lehre deutete. Ich hielt drei Finger hoch, was so viel hieß wie Buddha, seine Lehre und seine Anhänger, die in Harmonie leben. Daraufhin stieß der mir seine geballte Faust ins Gesicht, womit er darauf hinwies, dass alle drei einer Verwirklichung entspringen. Somit gewann er, und ich habe nicht das Recht, hierzubleiben."

 

Hiermit verließ der Reisende den Tempel. "Wo ist dieser Kerl?", fragte der Jüngere, wobei er gegen seinen Bruder rannte. "Ich denke, Du hast die Debatte gewonnen." "Nicht im mindesten. Ich werde ihn verprügeln!" "Erzähle mir den Inhalt der Debatte!", sagte der Ältere.

 

"Nun, kaum sah er mich, da hob er einen Finger und beleidigte mich, indem er darauf anspielte, dass ich nur ein Auge habe. Da er ein Fremder war, wollte ich höflich zu ihm sein, und so hielt ich zwei Finger hoch, womit ich ihn dazu beglückwünschte, dass er zwei Augen hatte. Daraufhin hielt der unhöfliche Lump drei Finger hoch, um zu verstehen zu geben, dass wir zusammen nur drei Augen hätten. Da wurde ich wütend und schlug ihn, aber er rannte hinaus, und damit endete es."

 

Ich hoffe, ich konnte mit diesem Zweiteiler etwas Licht ins Dunkel bringen, und Du hast nun einen besseren Überblick über Deine Möglichkeiten, Dich gezielt zu informieren und Dich am Ende Deiner ganz individuellen Situation entsprechend zu entscheiden!

 

Burnout, Depressionen und Medikamente sind ein Thema, was soooo viele Menschen beschäftigt! Kennst Du jemanden, dem es genauso geht? Wenn ja, schicke ihm gerne den Link zu diesem Artikel!

 

Wenn Du mehr Infos und News von Burnout Coaching Berlin in Deinem Alltag haben möchtest, vernetze Dich jetzt mit mir auf Facebook und Instagram! Hier bekommst Du Einblicke in meinen Alltag, kurze Geschichten, Infos zum Thema Burnout und alles, was das Herz ein bisschen erwärmt – Puderzucker sozusagen für Deinen Alltag. ;-)

 

Ich freue mich darauf, Dich dort wieder zu treffen!

 

Bis gleich, Deine Suzy. :-)

 

Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus meinem Podcast "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins" .

Staffel 5 Folge 8: Burnout, Depressionen und Medikamente II:



 

Ich bin Suzy - Ayurveda Therapeutin und Burnout Coach bei Burnout Coaching Berlin.

 

In meinem Mini - Blog und in meinem Podcast "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins" erfährst Du alles darüber, wie Du Deinen individuellen Weg aus dem Burnout findest.



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Ist Burnout "nur" die Folge der täglich wachsenden Anforderungen in unserer chaotischen, schnellen Welt? Ist es ein Gespenst, welches heimlich durch alle Schichten unserer Gesellschaft, unsere Familien, unsere Politik und durch Zeit in der wir leben, geistert?

 

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Podcast. Suzy hat sich den "Neustart im Kopf" auf die Fahnen geschrieben. Erfrischend, humorvoll und unschlagbar ehrlich ist dieser Podcast ein Muss - nicht nur für alle Weltenbummler und Betroffenen!

 

Einfach mal "down to earth". Mit Suzy.

 

Unter anderem bei:

 

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Eine entspannte Atmosphäre, ein Getränk Deiner Wahl und natürlich ich, Suzy von Burnout Coaching Berlin, warten auf Dich.

 

Melde Dich noch heute an und gönne Deinem Körper und Geist den Neustart, den sie brauchen!



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