Arbeit, Familie, Leben – Teil 3: Leben - ein Plädoyer für mutige Lebensentscheidungen.

 

Weißt Du was? Ich habe mir in den letzten beiden Artikeln so viel Mühe gemacht, auseinanderzunehmen, was Lebenssinn, Arbeit und Familie für uns bedeuten, dabei hätte ich es soooooo viel einfacher haben können! Denn das beste Beispiel dafür, wie wir uns unser Leben, vor allem aber die Früchte unserer Arbeit und unserer Kindererziehung, unserer Selbstwirksamkeit, in ferner Zukunft vorstellen, finden wir in der ARD Serie "Sturm der Liebe"!

 

Lebenssinn, Lebenswandel nach Burnout, Familie Burnout Syndrom, Arbeitsplatz Burnout, Burnout wie weiter, Burnout Partnerschaft, Alleinerziehend Burnout, alleinerziehende Mama Burnout

Und so erfährst Du heute von mir, warum Sturm der Liebe schon immer wusste, wovon wir träumen,

 

... was mir in meinem Leben den ersten entscheidenden Impuls gegeben hat, Burnout Coach zu werden,

 

... Du lernst Liselotte und ihre Geschichte kennen und zu guter Letzt, bekommst Du von mir zehn Gedanken an die Hand, die Dir helfen sollen, die "richtigen" Entscheidungen und Prioritäten in Deinem Leben zu finden, jetzt, wo wir in den letzten beiden Artikeln festgestellt haben, dass sich in unserer modernen Welt Arbeit und Familie und Lebenssinn ja leider oft entgegenstehen.

 

Beginnen möchte ich diesen letzten, sensibelen Teil meiner Trilogie mit dem Brief einer betagten Dame, der mir als Azubi - im zarten Alter von 17 Jahren - in die Hände fiel, und mich seitdem nicht losgelassen hat:

 

Ein Andermal.

 

Bewahre mich vor der Beschäftigungstherapeutin, oh Herr!

 

Sie meint es gut, aber ich habe zu viel zu tun, um Körbe zu flechten...

 

Einen Tag möchte ich noch einmal erleben, den Julitag, an dem Sam und ich Beeren sammeln gegangen sind. Ich war 18. Mein Haar war lang und dick. Und ich flocht es zu einem Zopf, den ich mir um den Kopf wand, damit es sich nicht im Dorngebüsch verfing. Als wir uns zur Rast in den Schatten setzten, ließ ich es herunter, und es fiel mir auf die Schultern. Und da machte Sam mir einen Antrag. Vielleicht war es ein bisschen ungehörig von mir, ihn so mit meinem Haar verliebt zu machen, aber wir haben eine gute Ehe geführt ...

 

Aha, da kommt sie, die Therapeutin, mit Schere und Klebstoff. Ob ich es mit Ausschneidearbeit versuchen möchte?

 

"Nein.", sage ich, "Ich habe keine Zeit."

 

"Unsinn", sagt sie, "Sie werden noch sehr, sehr lange leben."

 

Das meine ich nicht. Ich meine, das ich mein Leben lang viel getan habe, für andere, mit anderen.

 

Ich muss einiges nachholen, in meinem Denken und Fühlen. Zum Beispiel, was Sam's Tod betrifft. Kurz vor dem Ende fragte ich ihn, ob ich irgendetwas für ihn tun könne. "Ja", sagte er, "Löse Dein Haar." Ich sagte: "Ach Sam, das ist jetzt so dünn und grau."

 

"Bitte.", sagte er, "Löse Dein Haar". Ich tat es und er streckte die Hand aus - die durchsichtige Haut, man sah die blauen Adern - und streichelte mein Haar.

 

Wenn ich die Augen schließe, kann ich es fühlen, Sam.

 

"Machen sie bitte die Augen auf.", sagt die Therapeutin. "Sie wollen doch nicht den ganzen Tag verschlafen."

 

Sie will wissen, was ich früher gemacht habe, stricken, häkeln?

 

Ja, ich habe das alles gemacht. Und gekocht und geputzt. Und fünf Kinder aufgezogen. Und alles Mögliche erlebt – Schönes und Schreckliches.

 

Ich muss über diese Dinge nachdenken, muss sie in den Fächern meines Geistes ordnen.

 

Die Therapeutin zeigt mir glitzernde Perlen. Sie fragt, ob ich vielleicht Schmuck machen möchte. Und weil sie ein gutes Kind ist und es gut meint, sage ich:

 

"Ja, vielleicht, ein andermal."

 

 

Willkommen im letzten Teil meiner Trilogie Arbeit, Familie, Leben - Leben!

 

Wenn Du meinen Podcast "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins" hörst, kennst Du auch schon meine ganz persönliche, geheime Feierabend-Schwäche: "Sturm der Liebe". Haaaach...

 

Ehekrise, Lebenswandel nach Burnout, Familie Burnout Syndrom, Arbeitsplatz Burnout, Burnout wie weiter, Burnout Partnerschaft, Alleinerziehend Burnout, Familie Burnout

Bei "Sturm der Liebe" dreht sich alles um den Fürstenhof.

 

Ein 5-Sterne-Schloss-Hotel, welches schon seit viiiielen Generationen in Familienbesitz ist. Jede Generation hat immer das Beste für das Schlosshotel getan, und deswegen ist es sehr erfolgreich und irgendjemand will es der Familie auch immer wegnehmen!! ;-)

 

Egal, jedenfalls wohnen hier die Saalfelds - in ihrem eigenen Hotel. Denn dieses Schloss-Hotel ist ihre Lebensaufgabe, und wenn Dir immer (seit mehr als 14 Staffeln schon!!)  irgendjemand die Anteile vom Fürstenhof-Schloss klauen will, dann muss man es ja quasi sowieso 24/7 im Blick haben!

 

Am Fürstenhof hängen natürlich auch sehr viele Erinnerungen. Denn hier hat Familienoberhaupt Werner Saalfeld (der inzwischen ca. 1000 Jahre alt ist!) nicht nur gearbeitet und sich etwas erfolgreiches aufgebaut, sondern hier sind auch alle seine Kinder groß geworden.

 

Nun ja, außer denen, die im Laufe der Serie immer neu auftauchen, weil er viele Affären hatte und die Produktion neue Gesichter braucht.  :-D

 

Auf alle Fälle hat sich die harte Arbeit am Fürstenhof ausgezahlt, denn Werner Saalfeld kann den ganzen Tag durch sein Hotel, also, durch sein 5-Sterne-Schlosshotel und den zugehörigen Schlosspark laufen, und es mit Stolz genießen. Er muss natürlich weder putzen noch kochen, und bekommt immer ein 5-Sterne-Menü, egal ob mittags oder abends, und alle kennen den "Direktor" und zollen ihm großen Respekt wegen dem Lebenswerk und so. :-p

 

Mit von der Partie sind sein Sohn Robert und seine entzückende Schwiegertochter Eva, die sich ihre Hörner zwar in Verona, Italien in einem eigenen Restaurant abgestoßen haben, aber dann natürlich irgendwann zurück an den Fürstenhof gekommen sind, denn Werner Saalfeld wird alt, und natürlich hat Robert dann die Geschäfte übernommen, wegen dem Familienzusammenhalt usw. Aber Werner Saalfeld hat natürlich immer noch alles im Auge und meistens auch das letzte Wort, denn er ist ja ein alter Hase und kennt sich so gut aus wie kein anderer im Fürstenhof Business! ;-)

 

Werner Saalfeld hat also erreicht, wovon Millionen Fernsehzuschauer täglich träumen: Er hat seine Tüchtigkeit in etwas verwandelt, was bleibt. Er hat mit diesem Hotelschloss für sein Alter mehr als gut vorgesorgt. Er konnte trotz seiner Arbeit seine Kinder die ganze Zeit aufwachsen sehen – außer denen, die von den Affären großgezogen wurden, und die dann regelmäßig im knackigen Alter von ungefähr 25 Jahren plötzlich auftauchen und dann aber auch am Fürstenhof arbeiten bis sie die große Liebe finden, auf jeden Fall aber musste er seine Kinder nie abgeben oder so, denn er wohnte ja am Arbeitsplatz und im Familienbetrieb hatte immer jemand ein Auge auf sie! Er kann weiterhin Teil des Lebens seiner Kids sein, die freudig das berufliche Erbe antreten, sich seine Ratschläge einholen, und dafür sorgen werden, dass der Fürstenhof auch nach seinem Tode beständig weiterläuft. Er hat alles, einfach alles richtig gemacht und so eine Menge erreicht!!

 

Sturm der Liebe ist heute eine der weltweit erfolgreichsten Telenovelas, welche in unendlich vielen Adaptionen in aller Herren Länder existiert. Und während es früher, als ich 18 war, noch hauptsächlich die betagten Damen waren, die die Sendung mit Hingabe verfolgten, und sich über die gefühlt zwanzigste aufgeflogene Affäre von Werner Saalfeld empörten, während ich im Spätdienst über die Station flitzte, so sehnen sich heute mehr und mehr Menschen schon in ihren 30ern und 40ern nach der Idylle am Fürstenhof...

 


Burnout Angehörige, Burnout Unterstützung Angehörige, wie Burnout Betroffenen helfen, Burnout Frau unterstützung, Burnout Unterstützung Partner, wie helfen bei Burnout, wie Partner helfen

Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins

Wie Du Deinen inneren Stressknoten auflöst und Dich endlich aus dem Burnout befreist!

 

Das Buch zu Podcast und Blog.

Enhält: -> 10 Kapitel über die Gefühlswelt und Deine innere Neuordnung im Burnout-Prozess. Mit 4 neuen Übungen, u.a. um:

  • Deine Regeneration & Heilung zu fördern
  • Deine eigene Energie zu erfahren & zu lenken
  • Deine innere Stabilität zu erschaffen & zu erhalten

Mehr dazu...



Apropos Spätdienst... heute, zwei Jahre nachdem die erste Folge meines Podcasts "Burnout – Von der Leichtigkeit des Seins" erschienen ist, möchte ich mit Dir den entscheidenden Wendepunkt in meinem Leben teilen, der alle weiteren Lebensentscheidungen, bis hin zu meiner Laufbahn als Burnout Coach geprägt hat:

 

Wie Du sicher schon irgendwo gelesen oder gehört hast, hat meine "Karriere" bereits im zarten Alter von 17 Jahren begonnen. Ich hatte Praktika und ehrenamtliche Ferienarbeit in Krankenhäusern und Altenheimen geleistet, seit ich 14 war. Und so stand für mich fest - nachdem meine Eltern eine weiterführende schulische Ausbildung nicht finanzieren wollten – dass ich Altenpflegerin werden wollte.

 

Der tägliche Umgang mit Menschen in ihrer letzten Lebensphase ist eine wahre Herausforderung, und von unserer Gesellschaft leider viel zu wenig wertgeschätzt. Denn hier hatte ich es zu tun mit Menschen, die im Gegensatz zu mir und auch im Gegensatz zu Dir, die meisten ihrer Lebensentscheidungen schon getroffen hatten.

 

Lebenssinn, Lebenswandel nach Burnout, Familie Burnout Syndrom, Arbeitsplatz Burnout, Burnout wie weiter, Burnout Partnerschaft, Alleinerziehend Burnout, alleinerziehende Mutter Burnout

Als Altenpflegerin, wenn ich einen neuen Bewohner auf Station bekomme, bekomme ich es sozusagen mit einem geballten, um die 90 Jahre im stetigen Bau gewesenem "Erfahrungs- oder Entscheidungsresultat" namens Liselotte, Peter oder Maria zu tun.

 

Die meisten Menschen glauben, Altenpfleger müssen sich gut mit Medizin auskennen, denn alte Leute sind auch oft kranke Leute. Und natürlich stimmt das auch. Womit Altenpfleger sich aber noch viel mehr befassen und auskennen müssen, ist das, was Liselotte zu Liselotte und Johann zu Johann gemacht hat: ihre Lebensgeschichten, ihre Lebensentscheidungen. 90 lange Jahre – voll davon.

 

Denn nur so kann ich wissen, verstehen und damit umgehen, dass Liselotte jeden fremden Mann verprügeln will und wüst schimpft, wenn ein junger Pfleger sie ausziehen möchte um sie zu waschen. Und ja, Leute, das geht: Liselotte braucht Hilfe beim Waschen und hat trotzdem noch die Fähigkeit einem echt übel eins überzuziehen, wenn man etwas tut, was ihr nicht gefällt! Naja. Natürlich will ich auch mit ihm herausfinden, warum Peter zu keinem seiner Kinder mehr Kontakt hat, obwohl er so ein netter alter Herr ist, und warum er seit 26 Jahren jedes Jahr zur selben Zeit schmerzhafte Herzattacken bekommt, für die es jedoch keine organische Ursache gibt.

 

So einzigartig wie die Menschen, sind ihre (Lebens-) Geschichten. Und als Altenpfleger ist es genau das, was man drei Jahre lang lernt, und worauf die gesamte Pflegeplanung bis in jedes Detail aufbaut: herauszufinden, was die Menschen, mit denen ich täglich so nah arbeite, zu dem gemacht hat, was sie sind, und welche Erfahrungen, Prägungen und Entscheidungen ihr Leben zu dem Leben gemacht haben, welches sie nun fast hinter sich haben, und dessen Bilanz sie nun täglich beschäftigt.

 

Unsere Persönlichkeit formt sich mit und nach diesen Erfahrungen, die wir unser ganzes Leben lang machen. Und nach den Entscheidungen, die wir treffen.

 

Wir, unser Leben, sind ist all die Jahre schon – ganz bewusst vor allem aber am Ende – das Ergebnis all dieser frühen Prägungen, all dieser wunderbaren und schweren Erfahrungen, all dieser leichtfüßigen, schwierigen und manchmal so unvollkommenen Entscheidungen, die erst unsere Eltern und später wir selbst für uns getroffen haben.

 

Wenn Du meinen Podcast "Burnout – Von der Leichtigkeit des Seins" seit Folge 1 hörst oder diesen Blog regelmäßig ließt, weißt Du, dass die ersten drei Jahre unseres Lebens die prägendsten sind – denn sie bestimmen, wie sicher und aufgehoben oder auch bedroht und verloren wir uns in dieser Welt fühlen, je nachdem, wie verfügbar unsere Eltern in dieser Zeit für uns sind.

 

Hier wird der Grundstein für unser Vertrauen in die Bindung mit anderen gelegt, welcher jedoch auch in den darauffolgenden Jahren durch weitere Erfahrungen behauen, bearbeitet und geformt wird. Von Eltern, Großeltern, Partnern und erst viel später auch von unseren eigenen Kindern – ja, genau, das hier ist keine Einbahnstraße!

 

Mir wurde also recht früh bewusst, wie wichtig es ist, Lebensentscheidungen bewusst zu treffen, zu überprüfen oder manchmal auch anzupassen.

 

Aber das war noch nicht alles: denn ich habe meine erste Ausbildung damals in einer Einrichtung gemacht, die auf die Betreuung dementer Menschen spezialisiert war. Was die meisten nicht wissen: Demenz – dazu gehört auch Alzheimer – bedeutet nicht nur, dass die Betroffenen vergesslich werden! Die größte Herausforderung für Angehörige, Pfleger und die Betroffenen selbst ist die Tatsache, dass sie oft ihr ganzes Leben, vor allem die Schlüsselmomente darin, nochmal rückwärts erleben! Und das sieht dann so aus:

 

Liselotte wacht morgens auf, und weiß, dass sie 16 Jahre alt und für die Versorgung der Geschwister zuständig ist! Und keines der Geschwisterkinder ist auffindbar!! Die ganze Nacht schon ist sie durch endlos weite Flure gelaufen und hat nach ihnen gerufen. Sie hat Angst. Sie weint. Sie weiß nicht, was sie ihrer Mutter sagen soll, wenn diese zurückkommt.

 

Niemals wird sie Dir glauben, dass sie 90 Jahre alt ist. Denn sie ist 16 und sie weiß das.

 

Du weißt ja auch, wie alt Du bist, was Du heute oder morgen noch zu tun hast, und wenn dann eine fremde Person zu Dir kommt, und Dir erzählt, es wäre das Jahr 2069 und Du wohnst im Altenheim, dann wäre das für Dich genauso surreal und nicht ernstzunehmen, wie eben für Liselotte auch. Und deshalb wird nichts in der Welt sie davon überzeugen. Liselotte reist rückwärts auf ihrem eigenen Zeitstrahl.

 

Alles, was nach ihrem 16. Lebensjahr war, wird sie in ihrem Gedächtnis nie wieder abrufen können. Alles, was vor 16 war, jedoch schon. Und auch diese Zeit wird sie nochmal bereisen, so, wie sie in den letzten Monaten oder auch Jahren nochmal an ihrer beruflichen Laufbahn, dem Familienleben, ihrer Ehe vorbei gereist ist, und alles zum zweiten Mal durchlebt hat.

 

Häufig endet diese Reise irgendwann in ihrem Bett. Im Babystadium. In Embryonalstellung, mit einem großen Heißhunger auf süße Sachen und auf alles, was sie in ihrer ganz frühen Kindheit schon gerne gegessen hat.

 

Was deprimierend klingt, wird heute sehr gut abgefedert. Von Pflegekräften, die psychologisch wirklich sehr gut dafür ausgebildet sind – denn Demenz ist eine der häufigsten Alterserkrankungen – und von Stationen und Einrichtungen, die in ihrer Einrichtungs- und Bauweise auf die Bedürfnisse Betroffener wirklich hervorragend abgestimmt sind. Es gibt viele tolle Betreuungskonzepte und Ansätze, und so muss Demenz heute nicht mehr automatisch größtes Leid und Kummer bedeuten. Aber warum erzähle ich Dir das alles?

 

Frauen Burnout, Lebenswandel nach Burnout, Familie Burnout Syndrom, Arbeitsplatz Burnout, Burnout wie weiter, Burnout Partnerschaft, Alleinerziehend Burnout, alleinerziehende Mama Burnout

Ganz einfach. Ich möchte meine wichtigste Erkenntnis aus dieser Ausbildungszeit mit Dir teilen:

 

Was wir heute beschließen... für uns, unseren Job, unsere Kinder,

 

... wird eine Weiche sein, die wir legen, die den Verlauf unserer Lebensstrecke, uns, und auch unsere Kinder letztlich zu dem machen wird, was wir (und auch sie irgendwann, wenn wir schon lange nicht mehr unter ihnen weilen) mit 90 sind.

 

Was wir gestern mit 20 beschlossen haben und morgen mit 45 und übermorgen mit 65 beschließen werden, bildet die Basis füe weitere Entscheidungen und Weggabelungen und entscheidet also auch darüber, aus welcher Lebenssituation, welcher Palette an Möglichkeiten wir unsere Entscheidungen für die nächsten Jahre auswählen können. Wenn Du mit 45 alles aufgibst, was Dir lieb und teuer ist, könnte es also sein, dass die Auswahlpalette 20 Jahre später, mit 65 ziemlich klein ist.

 

Jede einzelne Entscheidung, die wir für unser Leben und das unserer Kinder treffen, treffen wir niemals nur für den Moment. Sie werden uns immer und immer wieder auf unserem Weg begegnen oder gar heimsuchen. Bis zum Ende.

 

Und manchmal, so wie bei Liselotte, sogar doppelt.

 

Versteh mich bitte nicht falsch! Ich möchte Dir keine Angst vor Demenz machen. Ich habe viele gesehen, deren "Rückwärtsleben" eine einzige Party war! Sie waren fast immer beschwingt und gut gelaunt, haben ihr Leben quasi ein zweites Mal genossen und sich in unserem Wohnbereich echt wohl und Zuhause gefühlt.

 

Das ist erst einmal nur eine wertungsfreie Erkenntnis. Ob 90 und auf Zack oder 90 und dement: Was wir heute beschließen, für uns, unseren Job, unsere Kinder, wird eine Weiche sein, die wir legen, die unsere Lebensstrecke, uns, und auch unsere Kinder letztlich zu dem machen wird, was wir oder sie mit 90 sind.

 

Ob das gut oder schlecht ist, entscheidet zu einem geringen Anteil der Zufall, meist jedoch: Du ganz allein.

 

Für mich ging es mit Anfang 20 weiter: nächste Station, Ausbildung zum Trauer- und Sterbebegleiter. Ich kürze das an dieser Stelle ab. Die Erkenntnis, die hier noch obendrauf kam war: Das Leben kann viel schneller vorbei sein, als wir denken!

 

Und hier schlage ich den Bogen zurück zum ersten Artikel dieser Trilogie: Arbeit und dem Brief von Sandra. Liebe Sandra, lieber Leser, vielleicht ist Euch beiden jetzt schon klar, warum ich Sandras Brief als Einstieg gewählt habe:

 

Liebe Sandra, Du befindest Dich jetzt an einem Punkt in Deinem Leben, auf den die meisten anderen Hörer und Leser noch zusteuern: nämlich die Lebensphase nach Karriere und Kind. Eine Lebensphase, die naturgemäß bis zu Eurer Großelterngeneration so abgespalten gar nicht existierte: denn nach den Kindern kamen schwuppdiwupp die Enkel, um die sich viel gekümmert wurde, und auch für das Ende der nützlichen Mitarbeit im Familienbetrieb gab es keinen Stichtag. Damit habe ich mich ausführlich in Teil 1 "Arbeit" und Teil 2 "Familie" dieser Trilogie befasst.

 

Die Frage, die Du Dir gerade stellst,  ist eine Frage, der wir uns alle in nicht allzu ferner Zeit, spätestens mit beginn der nächsten Lebensphase, stellen werden, und der viele jetzt schon auf der Spur sind:

 

Wie treffe ich die "richtigen" Entscheidungen, damit ich am Ende das Gefühl habe, dass meine Energie, meine Liebe, mein Leben nicht einfach bedeutungslos verpufft ist? Und was bleibt?

 

Hier kommt die gute Nachricht: das mit den Entscheidungen kann ich schnell abhandeln: Wichtig ist, dass Du sie triffst.

 

Wenn Du Dich im Moment fragst, welche Entscheidung für Dein Leben die richtige ist, gehe ich davon aus, dass es für Dich also eine Entscheidung zu treffen gibt. Das ist gut so, auch, wenn sie manchmal gar nicht leicht zu treffen sind und uns einiges Kopfzerbrechen bereiten.

 

Denn nur wer keine Entscheidungen trifft, läuft Gefahr auch über Jahre hinweg einen faulen Kompromiss zu leben, den er irgendwann bereut. Innere Zerrissenheit, Unzufriedenheit, Angst und Stillstand bzw. das Gefühl, im Kreis zu gehen sind dann die (Burnout-)Folge!

 

Und weil ich mir jetzt schon zwei Artikel lang Zeit genommen habe auseinanderzuklamüsern, was Selbstwirksamkeit für unsere Zufriedenheit bedeutet, wie und warum unser Familien- und Arbeitsleben sich verändert hat, warum sich die "Hamsterrad-Situation" in unserer Gesellschaft immer weiter zuspitzt, und welche Folgen das für uns, unsere Kinder und unseren Lebenssinn hat, kommt die Quintessenz heute in Form von zehn knackigen Gedanken oder Fragen, also quasi Gedankenfragen, die ich mit Dir teilen möchte, und die Dir hoffentlich helfen, Dich in Deinem Alltag bewusster auszurichten und Dein Maximum an Selbstwirksamkeit zu erfahren,

 

... auch mit Blick auf Deine Zukunft und über das Rentenalter und das Flügge werden Deiner Kinder hinaus!

 

Lebenswandel nach Burnout, Familie Burnout Syndrom, Arbeitsplatz Burnout, Burnout wie weiter, Burnout Partnerschaft, Alleinerziehend Burnout, alleinerziehende Mama Burnout Vollzeit

Die 10 Gedanken-Fragen:

 

1. Wir sprechen viel davon, etwas erreichen zu wollen im Leben!

 

Aber was bedeutet es für Dich, in diesem Leben etwas zu erreichen? Was willst Du erreichen? Willst Du Karriere machen? Willst Du Dir etwas aufbauen? Was willst Du Dir aufbauen? Einen Bauernhof zur Selbstversorgung? Eine Firma? Eine zahlreiche, glückliche Kinderschar?

 

2. Besitz verpflichtet: zum Aufpassen, zum Saubermachen, zum Abzahlen. Darüber habe ich in Staffel 4 Folge 3 meines Podcasts beim Thema Wohnen schon gesprochen.

 

Überdenke Deinen Besitz, Deine Ansprüche, das Geld, was Du dafür aufbringen musst. Ich habe Familien gesehen, die sich nach einer schweren Ehekrise für zwei bis drei Jahre völlig von der Gesellschaft losgesagt und ein großes Wohnmobil gekauft haben.

 

Lebenswandel nach Burnout, Familie Burnout Syndrom, wie weitermachen Burnout, Burnout wie weiter, Burnout Partnerschaft, Alleinerziehend Burnout, alleinerziehende Mama Burnout

Sie gingen damit auf Tour und lebten von Ersparnissen und dem Kindergeld einfach, aber glücklich und mit viel Zeit für die Paarbeziehung und den Nachwuchs. Oder Familien, die teilweise als Selbstversorger leben, bei denen sich einer um den Garten, das Haus, die Kinder kümmert und nur hin und wieder jobbt, wodurch ein Gehalt tatsächlich für alle reicht. Oder Eltern, die ein ganz hervorragendes Internat für ihre Kinder ausgewählt haben, weil sie dort die Betreuung erhalten, die zu Hause nicht möglich wäre, weil beide 60 Stunden pro Woche auf Achse sind.

 

Setze Deine Prioritäten entsprechend Deinem Lebensmodell. Denn danach richtet sich, wie viel Zeit oder Geld du wirklich brauchst. Es geht nicht darum, zum Hippie zu mutieren und in eine Kommune ins Indianerzelt zu ziehen. Aber Du sollst Herr über Deine Entscheidungen sein, und nicht ihr Opfer. Also mach sie Dir bewusst. Wisse, was Du wofür tust. Entscheide, wo Deine Grenzen liegen. Und dann erst investiere was Du willst, wo Du willst und soviel Du willst, und vor allem: Hab den Mut und steh dazu!

 

3. Frauen können zwar all das tun, was früher nur den Männern vorbehalten war - aber bedenkt, dass Männer früher nicht gearbeitet und die Kinder großgezogen und den Haushalt geschmissen haben! Aus gutem Grund!

 

Daran, dass der Tag 24 Stunden hat, hat sich nichts geändert. Beides, Karriere, die eigene Firma und eben auch eines oder mehrere Kinder, sind Großprojekte, die viel Beobachtung, Nachdenken, Fingerspitzengefühl, 100%ige Aufmerksamkeit und Hingabe erfordern, und daher in unserer modernen Zeit fast unmöglich gleichzeitig zu händeln sind. Du brauchst fast 100 % Deiner Energie und Aufmerksamkeit bei der Sache und ihrer Entwicklung, damit Du immer und immer wieder die richtigen Entscheidungen treffen und mit all Deiner Energie umsetzen kannst, egal ob als Mutter oder als Manager.

 

Ich habe es in meinen Coachings immer wieder mit Frauen zu tun, die in ihren 30ern sind und irgendwo im Freundeskreis mindestens eine kennen, die eine Firma aus dem Boden gestampft hat, ihre Kinder allein großzieht und trotzdem auf keiner Party fehlt, und die sich dann am Beispiel ihrer scheinbar perfekten Freundin unglaublich selbst unter Druck setzen, weil sie meinen, sie müssten das auch schaffen.

 

Pssst! Was mir auch häufig in meinen Coachings begegnet sind Frauen um die 50, die seit ihrem Schulabschluss "hart durchgezogen" haben, alle Rollen mit Bravur abgedeckt haben und jetzt ihren ersten Schlaganfall oder eine nicht enden wollende, tiefe Depression wegstecken müssen.

 

Oder auch Männer, die sich in ähnlich misslichen Situationen wiederfinden wie Peter Perfekt aus meinem Artikel "3 Gründe, warum Dein Selbstbild so negativ ist und 4 Wege, wie Du Dein Selbstwertgefühl trotz Burnout wieder auf Vordermann bringst"! Denn von Euren Vätern und Großvätern hat die Gesellschaft eben auch nicht den gleichen Einsatz in der Kindererziehung gefordert, wie von Euch heutzutage, liebe Männer.

 

Wählt Euch eine Priorität. Selbst, wenn Ihr Euch entscheidet, doch beides zu versuchen. Wenn dann das Kind nur so halb fit ist und eigentlich noch einen Tag Zuhause bräuchte, wird die Entscheidung, ob Ihr es in den Kindergarten schickt, oder einen bösen Blick vom Chef riskiert und doch Zuhause bleibt, leichter fallen. Egal, wie sie ausfällt. Denn Ihr wisst, wofür Ihr oder Euer Kind verzichtet. Ich will nicht sagen, dass es einfach ist, aus der alltäglichen Zerrissenheit auszusteigen. Aber zu wissen, wofür Du etwas tust oder lässt, wird sie etwas abmindern und Entscheidungen werden leichter zu fällen sein.

 

Burnout Kind und Beruf, Burnout Syndrom Mütter, Burnout und Familienalltag, Burnout Schuldgefühle, Burnout alleinerziehend, Burnout Syndrom Partnerschaft und Beziehung

4. Falls Du zu denen gehörst, die momentan eher dazu tendieren dem Nachwuchs das meiste Gewicht zu geben, und Angst hast, von der Gesellschaft und Deinem direkten Umfeld geächtet zu werden, lass es los!

 

Hier eine kleine Rechnung, die Dir die Entscheidung vielleicht ein bisschen leichter macht:

 

Du arbeitest im Schnitt 45 Jahre Deines Lebens. Deine Kinder wachsen schnell und stetig. Wenn sie zwölf Jahre und älter sind, werden sie Dich immer weniger brauchen. Und Dir bleiben immer noch 33 Jahre um irgendwo Vollzeit zu arbeiten und/oder Karriere zu machen.

 

Abgesehen davon werden sie in ihrer Entwicklung jeden Tag , bis sie zwölf sind ( und natürlich auch darüber hinaus) mit jedem Tag eigenständiger - was Dir im Laufe der Zeit auch wieder mehr und mehr Spielraum gibt.

 

Gönn Dir eine Arbeit und Arbeitszeiten, die sich Deinen und den Bedürfnissen Deiner Kinder anpassen. Dies kann Gleitzeit oder eine Teilzeitstelle sein, oder auch nur ein Minijob.

 

Falls Du zu denen gehörst, die alleinerziehend sind und trotz Vollzeitstelle gerade mal um die 900 € auf dem Gehaltszettel stehen haben, und sich damit schmücken, dass sie sich abrackern, alles opfern, sogar das Erleben der Entwicklung der eigenen Kids, damit sie sich nicht vom Staat unterstützen lassen und ihm auf der Tasche liegen müssen: Drop it!

 

Niemand wird Dir das danken. Nicht die Rentenkasse, nicht Deine Kinder und schon gar nicht unsere Gesellschaft. Leider.

 

Du ziehst die Zukunft Deutschlands groß!

 

Wenn wir Dich mit Grundsicherung aus Steuergeldern unterstützen können, damit Du bei Deinen Kindern sein kannst um ihnen den Weg in eine gute Zukunft zu ebnen, dann tun wir das gerne.

 

5. Einfache Faustregel: Glückliche Eltern, glückliche Kinder. Kinder lernen durch Abgucken von den Eltern und werden Leben und Leistungsdruck unbewusst nach Deinem Vorbild leben.

 

6. Was mir in letzter Zeit auch immer häufiger auffällt, sind Frauen, die sich aufgrund der schwierigen gesellschaftlichen finanziellen oder zeitlichen Bedingungen ganz gegen Kinder und für eine Karriere entscheiden. So weit, so gut. Prioritäten gesetzt.

 

Womit diese Mädels es jedoch spätestens ab Mitte 30 immer wieder zu tun bekommen, sind Menschen in ihrem Umfeld, die diese Entscheidung als wieder der Natur empfinden. Vermeintlich tröstliche Sätze, mit einem sehr seltsamen Unterton, wie ihn gegenüber Kranken benutzt wird, wie: "Naja, aber wenn der Richtige kommt, wirst du Dich umentscheiden" oder "Ich finde es mutig, dass Du Dich gegen das Mutter Sein entscheidest." - was impliziert, dass das eine schwerwiegende und fatale Entscheidung ist, sind hier an der Tagesordnung.

 

Falls Du zu diesen Frauen gehörst und so behandelt wirst als wüsstest Du nicht, was Du da redest: Drop it! Es gibt einfach zu viele Menschen, die nicht nachdenken und die Situation, in der sich unsere moderne Gesellschaft befindet, gar nicht reflektieren wollen. Wenn Du Zeit hast und ein bisschen Frust ablassen willst, dann bemitleide sie ein bisschen dafür, dass ihnen offenbar so gar nicht klar ist, dass sich jeder von uns bewusst entscheiden darf und muss, wie er sein Leben lebt.

 

Außerdem ist niemals aller Tage Abend: Auch nach der Karriere, sollte Dir das Mutter sein doch irgendwann fehlen, oder Sandra, wenn Dich das Mutter sein so sehr erfüllt, warum nicht einem Heimkind ein schönes zu Hause bieten? Oder zweien? Oder dreien? Die Welt steckt voller Möglichkeiten. Es ist unser Geist, unsere Glaubenssätze, die sie limitieren.

 

Lebenssinn, Lebenswandel nach Burnout, Familie Burnout Syndrom, Arbeitsplatz Burnout, Burnout wie weiter, Burnout Partnerschaft, Hilfe bei Burnout, alleinerziehende Mama Burnout

7. Die Mehrgenerationsgemeinschaft gibt es fast nicht mehr. Familien zerfallen zunehmend. Deswegen werden Freundschaften und andere Bindungen in unserer Zeit bedeutsamer und oft auch tiefer, als für die vorhergehenden Generationen.

 

Hab keine Angst vor Einsamkeit im Alter, weil Deine Kinder in die Welt hinausziehen werden, so wie Du das vielleicht auch schon getan hast.

 

Es wird immer Menschen geben, die Dir nahe stehen, sofern Du diese Verbindungen gepflegt hast, weil Du Dir bewusst die Zeit dafür genommen hast. Egal, ob Du Mann oder Frau bist: Kinder und/oder Arbeit können nicht alles sein.

 

Entscheide bewusst über Deine Zeit und Prioritäten. Öffne Dein Herz für Weggefährten.

 

9. Jeder Tag zählt – denn er könnte der letzte sein. Liebe diesen Tag und die Möglichkeiten, die er Dir bietet. Spaziere durch wehende Blätter.     Schlaf neben Deinem Kind ein. Feiere den Jahrestag mit Deinem Partner. Bestaune das erste Bild, was Du selb

8. Finde und pflege Interessen, egal ob Hobbies oder Deine nebenberufliche Selbstständigkeit, finde, was Dich erfüllt, was Dich im Hier und Jetzt glücklich macht, auch außerhalb der Arbeitswelt. Mastere es, werde besser darin, challenge Dich! Sei selbstwirksam bis zum Ende.

 

9. Jeder Tag zählt – denn er könnte der letzte sein. Liebe diesen Tag und die Möglichkeiten, die er Dir bietet. Spaziere durch wehende Blätter.

 

Schlaf neben Deinem Kind ein. Feiere den Jahrestag mit Deinem Partner. Bestaune das erste Bild, was Du selbst auf Leinwand gemalt hast. Hol lachend mit Deiner besten Freundin den verbrannten Kuchen aus dem Ofen. Du formst heute die schöne Zeit, auf die Du und Deine Familie morgen zurückblickt. Du formst heute die Vergangenheit, die Dich und die Menschen, die Du liebst prägt und eine Weiche stellt für all die Entscheidungen in der Zukunft. Dies sind gute Gründe, nicht immer nur in Besorgnis an die Zukunft, an Altersvorsorge und vermeintliche Sicherheit oder den beruflichen Status zu denken, oder in der Vergangenheit zu leben und diese hin und her zu wälzen.

 

Du wirst morgen mit dem Lebensgefühl aufwachen, mit dem Du heute schlafen gehst. Und wenn Dein letztes Stündlein plötzlich und unerwartet schlagen sollte – was wir nicht hoffen wollen – dann ist heute der letzte Tag, dieses Jahr das letzte Jahr, was Du, was die Menschen, die Du liebst mit Dir erlebt haben.


Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins

Wie Du Deinen inneren Stressknoten auflöst und Dich endlich aus dem Burnout befreist!

 

Das Buch zu Podcast und Blog.

Enhält: -> 10 Kapitel  über die Gefühlswelt und Deine innere Neuordnung im Burnout-Prozess. Mit 4 neuen Übungen, u.a. um:

  • Deine Regeneration & Heilung zu fördern
  • Deine eigene Energie zu erfahren & zu lenken
  • Deine innere Stabilität zu erschaffen & zu erhalten

Mehr dazu...



10. Jeder Tag zählt. Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft ist noch nicht da. Es gibt nur den jetzigen Augenblick. Nur diesen einen einzigen Augenblick, um lebendig zu sein.

 

Dem habe ich für heute nichts mehr hinzuzufügen, daher schließe ich die Trilogie "Arbeit, Familie, Leben" mit dem Brief eines alten, 85-jährigen Mönches, der mir ebenfalls mit ca. 17 Jahren in die Hände fiel:

 

"Könnte ich mein Leben nochmals leben, dann würde ich das nächste Mal versuchen, mehr Fehler zu machen.

 

Ich würde mich entspannen, lockerer und humorvoller sein als dieses Mal,

 

ich kenne nur sehr wenige Dinge, die ich ernst nehmen würde.

 

Ich würde mehr verreisen.

 

Und ein bisschen verrückter sein.

 

Ich würde mehr Berge erklimmen, mehr Flüsse durchschwimmen

 

und mir mehr Sonnenuntergänge anschauen.

 

Ich würde mehr spazieren gehen und mir alles besser ansehen.

 

Ich würde öfter ein Eis essen und weniger Bohnen.

 

Ich hätte mehr echte Schwierigkeiten und weniger eingebildete.

 

Müsste ich es noch einmal machen, ich würde einfach versuchen, immer nur einen Augenblick nach dem anderen zu leben,

 

anstatt jeden Tag schon viele Jahre im Voraus.

 

Ich gehörte immer zu denen, die nie ohne Thermometer, Wärmflasche, Gurgelwasser, Regenmantel und Aspirin aus dem Haus gingen.

 

Könnte ich noch einmal von vorne anfangen, würde ich viel Herumkommen,

 

viele Dinge tun und mit wenig Gepäck reisen.

 

Könnte ich mein Leben nochmals leben, würde ich im Frühjahr und im Herbst länger barfuß gehen.

 

Und ich würde öfter die Schule schwänzen.

 

Ich würde mir nicht so hohe Stellungen erarbeiten, es sei denn, ich käme zufällig daran.

 

Auf dem Rummelplatz würde ich viel mehr Fahrten machen,

 

und ich würde mehr Gänseblümchen pflücken."

 

 

Die Vergangenheit ist vorbei. Die Zukunft ist noch nicht da. Es gibt nur den jetzigen Augenblick, um lebendig zu sein!

 

Deine Suzy. :-)

 



 

Ich bin Suzy - Ayurveda Therapeutin und Burnout Coach bei Burnout Coaching Berlin.

 

In meinem Mini-Blog und in meinem Podcast "Burnout Von der Leichtigkeit des Seins" erfährst Du alles darüber, wie Du Deinen individuellen Weg aus dem Burnout findest.



Kommentare: 0