Wie Du den Burnout-Chaos-Knoten Löst! 8 gute Fragen, 8 Orientierungspunkte.

 

Es war einmal ein Jäger, der hatte den ganzen Vormittag gejagt und nichts erlegt. Zu Mittag war er hungrig. Er entledigte sich seiner Waffen, setzte sich unter einen Rhododendronbaum und packte sein Lunchpaket aus, um zu essen. Am selben Tag hatte ein Tiger in der Umgebung gejagt und nichts erbeutet. Als er den Menschen unter dem Baum sitzen sah, dachte er: "Oh, da ist ja mein Fressen." Vorsichtig schlich er sich an den Jäger heran. Aber ein trockenes Blatt raschelte, der Jäger fuhr herum und entdeckte die Raubkatze. Er sprang auf, sein Herz raste, die Nackenhaare sträubten sich und die Muskeln spannten sich. Dummerweise hatte er seine Waffen, Speer, Pfeil und Bogen, drei Meter entfernt abgelegt. Ein Kampf war sinnlos. Ihm blieb nur die Flucht. Also rannte er los, so schnell er konnte.

 

Doch es gibt ein altes Naturgesetz, das besagt: Tiger läuft schneller als Mensch. Und der Jäger musste feststellen, dass dem tatsächlich so war. Fast spürte er den heißen Atem des Raubtieres in seinem Nacken, da sah er vor sich einen alten Brunnen. Gerade noch rechtzeitig sprang er hinein. Während des Sprunges sah er, dass der Brunnen trocken war und gleichzeitig entdeckte er in dem Halbdunkel eine Pythonschlange, die sich gerade aufrichtete. Viele Gedanken rasten ihm durch den Kopf. Einer davon war: "Die Schlange wird seit längerem nichts gefressen haben."

 

Zum Glück gab es in halber Tiefe des Brunnens eine dicke Wurzel, die dort aus der Wand ragte. Beherzt griff er zu und klammerte sich an ihr fest. Da hing er nun in diesem Brunnen. Oben der knurrende Tiger, unten die Pythonschlange. Als er die Wurzel genauer musterte, um festzustellen, ob er auch sicher daran hing, sah er zu seinem Entsetzen neben dem knorrigen Holz ein Loch in der Brunnenwand und darin eine weiße und eine schwarze Ratte. Die Tiere nagten an der Wurzel und ließen sich auch nicht stören. Während er nun da so hing, entdeckte er eine Bienenwabe an einem Baum neben dem Brunnen. Der Duft des Honigs stieg ihm in die Nase und er dachte: "Ich muss etwas essen, damit meine Kräfte länger reichen."

 

Der Tiger, der weiterhin versuchte, den Mann  zu erwischen, stieß dabei mit den Hinterpfoten kräftig gegen den Baum, an dessen Zweig der Bienenstock hing. Durch die Erschütterung kippte der Bienenstock ein wenig zur Seite und so tropfte Honig in den Brunnen. Der Mann streckte die Zunge heraus und erwischte etwas von der Süßigkeit. "Mhmm, der Honig schmeckt wundervoll!", sagte er und lächelte.

 

Na, wie hat Dir die Geschichte gefallen? Sie ist sehr alt und fast überall im asiatischen Raum bekannt. Ich kenne sie in 3 Variationen: mit offenem Ende, mit tragischem Ende und mit einem glücklichen Ende. Und damit ich Dich nicht unbefriedigt mit diesem offenen Ende zurücklassen muss, erfährst Du die beiden alternativen Enden am Ende dieses Artikels.

 

Ich werde Dir heute ein bisschen etwas über den Teufel erzählen und außerdem bekommst Du heute 8 Fragen von mir an die Hand, die Dir helfen, Deine Orientierung im Burnout-Alltag wieder zu finden und zu behalten, damit Du Dich auf Dein Ziel ausrichten kannst:

 

Deinen ganz individuellen Weg aus dem Burnout zu finden.

 

Wir haben uns in so einigen Artikeln mit schwerwiegenden, anstrengenden Themen wie Wut, Angst, Trauer, Machtspielchen, Abgrenzung von schwierigen Familienmitgliedern beschäftigt und ich finde, es wird mal wieder Zeit für gute Geschichten, einfache Tipps und ein bisschen Philosophie zum Abschweifen. Haaaaach.

 

Damit Du Deinen Weg aus dem Burnout finden und gehen kannst, ist es unverzichtbar, sich zu orientieren, einen inneren Kompass zu finden, der Dir sagt, welche Richtung die richtige ist und was Du brauchst, damit es Dir besser geht und wie das auch dauerhaft so bleibt.

 

Ich selbst habe 2 Werkzeuge, die mir helfen, mich zurechtzufinden, zu überprüfen ob ich auf dem richtigen Weg bin, und die ich nutze, sollte ich mich doch mal verloren und orientierungslos fühlen. Eines der beiden ist ein Miniwerkzeug. Es ist mehrere tausend Jahre alt, kommt aus Südamerika, und ich nutze es im Alltag wie einen Kompass. Es ist mein kleines Geheimnis. Und es ist klein genug, dass ich es heute mit Dir im Mini Blog teilen kann.

 

Bevor ich zu diesem jahrtausende alten Hilfsmittel komme, lass mich folgendes in den Raum stellen: Wie orientiert Du in Deinem Burnout oder in Lebenskrisen allgemein bist, hängt davon ab, ob Du Dir die richtigen Fragen stellst.

 

Über Fragen habe ich schon oft gesprochen in meinem Blog, daher werde ich es an dieser Stelle ganz kurz und knackig halten.

 

Wenn du unglücklich, krank und/oder orientierungslos bist, liegt es in Deiner Natur, dies ändern zu wollen.

 

Ein großes Problem, vor dem fast jeder von Burnout betroffene steht, ist, dass sich zwar irgendwann rauskristallisiert, dass es offenbar Dinge, Glaubenssätze und Menschen gibt, die Stress in Dein Leben und Deinen Alltag bringen bzw. von denen Du Dich im Alltag oder Deinem ganzen Leben stressen lässt. Und manchmal schimmern ja auch Ideen in Dein Bewusstsein durch, wie Du diese Glaubenssätze, diese Situationen und Konflikte oder körperlichen Beschwerden auflösen könntest, aber irgendwie fehlt der Ansatzpunkt!

 

Wie soll ich mich abgrenzen von Menschen, die mir nicht gut tun, wenn mir die Energie für die Auseinandersetzung mit ihnen fehlt? Aber wie gewinne ich Energie, wenn sie mich weiterhin mit Vorwürfen und Ansprüchen überhäufen? Soll ich mich zu erst um meinen Körper, meine Genesung oder um einen Jobwechsel kümmern? Beißt sich die Katze nicht in den Schwanz? Wenn ich mich ausruhe, werde ich mehr Stress auf der Arbeit bekommen, wenn ich den Job jetzt wechsel, habe ich nicht genug Energie um mich auf der neuen Arbeitsstelle von meiner besten Seite zu zeigen usw. usw...

 

Lebenskrisen wie das Burnout fühlen sich an wie eine Fahrt im Kettenkarussell: Mal dreht sich alles schneller, mal langsamer, aber am Ende doch immer nur im Kreis und selbst, wenn ich versuche auszusteigen, ist nicht gesagt, dass ich nicht trotzdem erstmal kotzen muss, wenn ich wieder Boden unter den Füßen habe.

 

Wie Du einzelne Bereiche oder Themen angehen kannst, hast Du in all den vielen vorhergehenden Artikeln schon erfahren. Schnapp Dir Zettel und Stift! In meinem Kurs komme ich dazu, wie Du all dies im Detail ordnen und umsetzen kannst, hier, an dieser Stelle möchte ich Dir jedoch erstmal 8 Fragen an die Hand geben, die Dir beim Sortieren von Prioritäten helfen sollen:

 

1.  Wo stehe ich energetisch betrachtet?

 

Wo stehst Du gerade? Wie viel Energie hast Du zur Verfügung?

 

Wenn ich Dir jetzt eine Art Energie-Thermometer in die Hand gebe, steht es im Plus- oder im Minusbereich? Und wenn beide bis 10 gehen, wo genau steht Dein Energielevel?

Bei +10? +3? -1? -10?!

 

Faustregel: bei allem, was unter +3 liegt, würde ich das Generieren von innerer Ruhe, Erholung und neuer Energie in den Vordergrund stellen. Denk an meinen Akku-Vergleich im Artikel "6 Gründe, warum Burnout ausgerechnet Dich getroffen hat"! Wenn Du so nah an der 0 bist, brauchst Du neue Energie, sonst geht gar nichts mehr. Alles andere kommt danach, wenn Du wieder die nötige Kraft dazu hast. Eine Frage, die ich mir übrigens regelmäßig  donnerstags stelle, bevor ich mein komplettes Wochenende verplane.

 

 

2. Wie viel Energie kostet mich die Veränderung und gewinne ich währenddessen schon neue Energie?

 

Faustregel: Jede Veränderung kostet uns Energie, selbst wenn sie uns danach Energie spart. Denn wir Menschen sind Gewohnheitstiere, und Gewohnheiten zu verändern, selbst wenn es zu unserem Besten ist, kostet Energie. Denn unser Unterbewusstsein muss das Alte loslassen UND sich gleichzeitig an das Neue gewöhnen. Puuuuh...

 

Wenn Du an all das denkst, was Du vielleicht gerne verändern würdest und Dich fragst, wie viel Energie Dich die einzelnen Optionen kosten, wirst Du große Unterschiede feststellen. Sich daran zu gewöhnen, ein Aufsteh- oder ein Abendritual einzuführen, ist anfangs auch nicht immer einfach – Hashtag innerer Schweinehund – , aber noch in der Umgewöhnungsphase wirst Du schon Energie daraus schöpfen. Und zwar an jedem Morgen, an dem Du merkst, dass es eine gute Entscheidung war, sich diese 30 Minuten Zeit für Dich zu nehmen, weil Du danach deutlich entspannter in den Tag startest. Also, wenn Dein Energie-Barometer bei +3 liegt, das Umstellen Deiner Gewohnheit, morgens eine halbe Stunde Zeit für Dich einzuführen bevor der Tag startet, ca. 1 Energiepunkt auf dem Barometer kostet, aber auch schon in den ersten Versuchen ein Punkt neue Energie dabei rumkommt, dann ist das eine ausgeglichene Rechnung. Denn Du machst kein Minus am Ende.

 

Ich denke, der Rest erklärt sich von selbst: wenn Dein Energielevel gerade noch so bei +3 steht, das Sich-Abgrenzen von schwierigen Angehörigen, welches oft mit Wut, Angst, Trauer und einigen Lernmomenten einhergeht, dich ca. 6 Energiepunkte kostet, auch wenn Du nach erfolgreicher Abgrenzung auf längere Sicht gesehen 10 Energiepunkte hinzu gewinnst, dann ist dies jetzt nicht der Moment, solche schwerwiegenden Veränderungen anzugehen. Denn +3 minus 6 Energiepunkte macht -3 auf der Energieskala. Und mit -3 stehst Du einen so gewichtigen Umbruch nicht durch, egal wie groß der Energieschub sein mag, der an dessen Ende auf Dich wartet.

 

Die Auseinandersetzung mit Deinen Eltern muss also noch ein Weilchen warten bis Du mehr Energie auf Deiner inneren Skala hast. Bis dahin kannst Du Dir hin und wieder eine Notlüge gönnen, um ihnen aus dem Weg zu gehen, falls nötig, und etwas anderes angehen, was Dich weniger Energie kostet und Dir mehr Energie bringt, damit Du irgendwann die größeren Brocken angehen kannst.

 

 

3. Wohin will ich und ist das, was ich tue, zielführend?

 

Kommen wir zu meiner Lieblingstheorie: wie der Teufel arbeitet! Du kennst den Teufel. Er ist verführerisch, er verwandelt sich gerne in alles Mögliche, um es seinen Zielpersonen so schwer wie möglich zu machen, vernünftig und frei von Sünde zu sein. Spätestens seit es die Bibel gibt, ist der Teufel in unserem Lebensraum ein treuer Begleiter geworden.

 

Jeder kennt ihn, mache fürchten ihn sogar, aber die Wenigsten haben sich mit dem befasst, wofür er steht.

 

Mein Opa ist Atomphysiker. Und obwohl ich sein naturwissenschaftiches Verständnis, vor allem in Zahlen und Formeln, so gar nicht geerbt habe, hat sich etwas, was er mir als Kind erklärte, stark eingeprägt: Er sagte, bezogen auf chemische Elemente und Atome mit ihren Protonen im Kern und den Elektronen auf der äußeren Schale und so weiter, folgendes: "Suzy, die Natur strebt immer nach Gleichgewicht. Alles, was existiert, will in dem Zustand sein, in dem es die wenigste Energie verbraucht und in dem es am gleichmäßigsten schwingen kann. Deshalb gibt es Atome und Elemente, die besonders bindungsfreudig sind, wenn sie sich treffen. Sie fühlen sich sozusagen magisch voneinander angezogen. Der eine hat was über, was dem anderen fehlt, und wenn sie sich verbinden, herrscht für beide ein ausgeglichenes Energieverhältnis."

 

Wir leben also in einem Universum, das sich selbst organisiert, indem es dafür sorgt, dass Dinge sich gegenseitig anziehen und verbinden, die sich brauchen, und im Umkehrschluss, wo sich die Dinge, die sich nicht brauchen, gegenseitig abstoßen. Auf der Ebene der Tiere würden wir hier vielleicht von Instinkten sprechen. Und bis hierhin, bis zur Tierebene, läuft der Laden also von selbst.

 

Freier Willle - der Teufel steckt im Detail!

Und dann gibt es da eine einzige Ausnahme, denn auch das Universum will ein bisschen entertaint werden, immerhin wabert es ja schon ziemlich lange vor sich hin: den Menschen. Die Krone der Schöpfung hat nämlich etwas, was Atome, chemische Elemente, Pflanzen und Tiere nicht haben: den freien Willen. Und den Teufel.

 

Ist Dir schon mal aufgefallen, dass der Teufel weder in der Bibel, noch in Goethes Faust einfach so irgendjemandem Schaden zufügen kann? Er kommt immer nur um zu verhandeln. Um die Menschen zu verleiten, Dinge zu tun, die zwar reizvoll sind, die ihnen aber eigentlich nicht gut tun. Und erst, wenn die Menschen sich dazu entscheiden, diese Dinge zu tun, der Versuchung zu erliegen, erst dann wird der Teufel handlungsfähig.

 

Faust hat sich auf einen Deal mit ihm eingelassen und naja, wie das ausgegangen ist, wissen wir ja.

 

Es gibt auch eine Geschichte von Jesus, der ewig durch die Wüste latscht und irgendwann den Teufel trifft. Er mag sich in allerlei Gestalten verwandelm können, aber die Verkaufsmasche des Teufels ist immer die selbe. Er hat es auch hier, in der Wüste mit Jesus, mit großen Versprechungen wie bei Dr. Faust probiert, von wegen "Wenn Du mir folgst, mache ich Dich zum Herrscher über diese Welt." und so weiter. Aber Jesus meinte: "Nee, lass mal gut sein, hab ich keinen Bock und so.", und ging auf den Deal nicht ein. Deshalb konnte der Teufel ihm auch nichts tun. Nicht der Teufel hat die Macht, sondern der Entscheider.

 

Und der wiederum hat es nicht leicht mit seinem freien Willen, denn der Teufel lauert an jeder Ecke, er ist quasi ständig auf Promo-Tour. Zum Beispiel in Form einer sehr anziehenden Person, die nicht Dein Ehepartner ist. Oder in Form eines besonders schönen, teuren, neuen Smartphones, was Du Dir eigentlich im Moment gar nicht leisten kannst, aber trotzdem gerne kaufen würdest. In Form von MC Donalds, das so pervers gut riecht, wenn Du daran vorbei läufst, während Du auf Diät bist. Oder in Form von viel zu vielen Überstunden, die Dich energetisch zwar vernichten werden, an deren Ende aber vielleicht irgendwann eine Beförderung oder zumindestens die Anerkennung Deines Chefs auf Dich wartet.

 

Hier kommt der freie Wille ins Spiel: Wir finden nämlich nicht nur Sachen anziehend, sondern wir können sie ansehen und sortieren, bevor wir uns ihnen hingeben oder uns von ihnen entfernen. Das ist Fluch und Segen des freien Willens. Das Problem ist also nicht das Luziferische Prinzip der Anziehung, das unser Universum entstehen lassen hat und bis heute im Kern zusammen hält, sondern den Verführungen, denen wir hin und wieder erliegen, weil sie uns kurzfristig ein Gefühl des Sich-Wohlfühlens und der Befriedigung verschaffen, obwohl wir eigentlich wissen, das dies nur sehr kurz weilen wird, bis uns die Konsequenz, also Mephisto, einholt. Du weißt schon: der Teil der Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schafft...

 

Ahhhh... so... das hab ich mal wieder gebraucht... worauf wollte ich denn jetzt eigentlich hinaus... Jesus, Faust, der Teufel und das Universum... ah, ja.

 

Wenn Du im Burnout steckst und einen Weg hinaus suchst, ist es also sinnvoll, nachdem Du Dir Dein Energie-Barometer angeguckt, Bilanz gezogen und somit festgestellt hast, wo Du stehst, Dich danachzu fragen, wo Du eigentlich hin willst. Was ist Dein Ziel, was sind Deine Wünsche? Willst Du Deine Schlafstörungen loswerden, ausgeruhter sein, herausfinden, wie Du Dich beruflich verändern kannst, regelmäßigere Essenszeiten einhalten, mehr Zeit mit Deinen Kindern verbringen?

 

Was auch immer es ist: denk an den Teufel auf Promo-Tour.

 

Bevor Du etwas tust oder eine Entscheidung in Deinem Alltag triffst, gleiche sie mit Deinen Zielen ab und frag Dich: ist das, was ich tue oder vorhabe zu tun, zielführend? Das hilft Dir, Deine Prioritäten im Auge zu behalten und Überstunden abzulehnen, wenn Dein vorrangiges Ziel "innere Ruhe" oder „"Zeit mit den Kindern" lautet statt "schnellstmögliche Beförderung".

 


Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins

Wie Du deinen inneren Stressknoten auflöst und Dich endlich aus dem Burnout befreist!

 

10 Kapitel  über die Gefühlswelt und deren Neuordnung im Burnout-Prozess. Plus: 4 neue Übungen, u.a.:

  • um Regeneration & Heilung zu förden
  • die eigene Energie zu erfahren & zu lenken
  • innere Stabilität zu schaffen & zu erhalten


Bevor ich jetzt gleich zu den beiden alternativen Enden für die Einstiegsgeschichte komme, lass mich Dir noch kurz von meinem Alltags-Orientierungs-Tool erzählen.

 

Von einem südamerikanischen Urvolk vor Jahrtausenden entwickelt, ist es im laufe der letzten 10 Jahre zu meinem treuesten Begleiter geworden.

 

Dieses Volk erschuf und vergrößerte sein Reich beständig. Sie waren unglaubliche Baumeister und versierte Astronomen und gelten bis heute als eines der kriegerisch erfolgreichsten Völker, die die Erde je gesehen hat.

 

Wie auch immer, dieses Volk glaubte daran, dass alles im Universum verbunden ist und dass uns deswegen sehr, sehr viel mehr Informationen zur Verfügung stehen, als unser Geist fassen kann.

 

Wenn Du Dich jetzt an meinen Artikel "Wie Du die wahre Ursache für Dein Burnout erkennst und sie beseitigst in 5 Schritten" (und daran, dass Dein Geist und alles, worauf Du bewusst zugreifen kannst, nur die Größe eines Daumennagels hat, während Dein Unterbewusstsein so groß ist wie ein Fußballfeld!) erinnert fühlst, dann kann ich Dir nur zuzwinkern und sagen: "waaaarm, waarm, wärmer..."

 

Um auf diese "universellen Informationen" zugreifen zu können, so glaubten sie, müsste man sich in der Mitte dieses Informationsstromes befinden. Mittendrin statt nur dabei sozusagen! ;-)

 

Und so entwarfen sie sich ein Schema, ein Tool, welches sie ihr Leben lang, jeder für sich, nutzten, um den für sie besten Lebensweg zu finden und auch, um im Alltag zu überprüfen, ob sie  noch in der Mitte des Informationsstromes waren oder, wenn nicht, was sie tun mussten, um wieder in die Mitte zu kommen. Das ist auch für uns klar wie Kloßbrühe: wer im Infostrom steht, kann natürlich auch die besten Lösungen und Entscheidungen für sich finden.

 

Dieses Tool nannten sie den „8-teiligen Himmelsort“, denn wer in der Mitte ist, verbraucht die geringste Energie und fühlt sich wohl und sicher. Er schwingt gleichmäßig, er ist in Balance.

Der 8 teilige Himmelsort besteht aus 6 Eckpunkten. Wir haben heutzutage auch zwei Eckpunkte, an denen wir uns und die ganze Gesellschaft sich orientiert: Ort und Zeit.

 

Das sind die beiden Fragen, die wir uns stellen, wenn wir auf der suche nach guten Entscheidungen sind: Ist das hier der richtige Ort dafür? Ist es die richtige Zeit dies oder jenes zu tun oder zu lassen?

 

Das sind gute Ansätze, gute erste Orientierungspunkte, deshalb sind diese beiden auch im 8-teiligen-Himmelsort enthalten. Aber sie sind eben auch rein physikalisch und finden nur im Außen statt. Denn Ort und Zeit sind nicht in Dir, sondern um Dich herum.

 

Um in unserer Intuition, in unserer Mitte zu sein, um abschätzen zu können, ob wir auf dem richtigen, auf unserem Weg sind,

 

Um da zu sein, wo wir uns wohl und stabil fühlen, müssen wir uns auch noch nach der persönlichen Absicht fragen, die jeder von uns hat.

 

Deine Lebenszeit ist begrenzt, also wofür glaubst Du, bist Du hier? Womit möchtest Du den Großteil Deines Lebens verbringen? Was hast Du Dir zur Aufgabe gemacht, was erfüllt Dich, womit bist Du glücklich? Was ist das, was Dich eines Tages zufrieden die Augen schließen lassen wird, weil Du es gelebt und nicht verpasst hast?

 

Die Antwort darauf kommt mit auf die Liste Deiner Orientierungspunkte. Wenn Deine Antwort z. B. "ein Buch über Schmetterlinge schreiben" lautet, stehen da jetzt Ort, Zeit, Schmetterlingsbuch schreiben.

 

Ein weiterer, sehr hilfreicher Orientierungspunkt, den dieses alte Volk hatte, lautet "der göttliche Plan". Das meint nichts anderes, als Dinge im Einklang mit dem großen Ganzen zu tun. Wenn Du also Dein Schmetterlingsbuch raus bringen willst, solltest Du die Texte nicht woanders klauen, niemanden umnieten, nur um an das Papier dafür zu kommen und auch sonst kein Leid damit anrichten.

 

Den 6. Orientierungspunkt lasse ich entfallen, da dieser zu eng und tiefgreifend mit ihrer Religion verknüpft ist, um das hier kurz zu umreißen.

 

Jetzt hast Du also 5 weitere Fragen, die Du Dir stellen kannst, wenn Du wissen willst, ob Du auf Deinem Weg bist:

4.  Bin ich ruhig genug, um sicher zu sein, dass ich meine Intuition höre und nicht den verkleideten Teufel auf Promotour?

 

5.  Befinde ich mich am richtigen Ort, um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen?

 

6.  Ist es die richtige Zeit, um mein Vorhaben in die Tat umzusetzen?

 

7.  Ist das, was ich mir vorgenommen habe etwas, was mir hilft meine persönliche Absicht umzusetzen?

 

8.  Wird das, was ich vor habe keinen Schaden an mir oder der Welt um mich herum anrichten?

 

Diese Fragen kannst Du Dir stellen, wenn Du auf der Suche nach deinem Weg bist, Du kannst sie Dir aber auch zu jeder Zeit stellen, um zu überprüfen, ob Du immer noch auf Deinem Weg und nicht aus versehen davon abgekommen bist.

 

Wenn die, meiner Meinung nach sehr weisen, Erfinder dieses Konzepts feststellten, dass sie vom Weg abgekommen waren, gingen sie übrigens einfach wieder zurück an den Punkt, an dem sie zuletzt in ihrer Mitte waren, und versuchten es von dort aus einfach nochmal auf eine andere Weise.

 

Seinen Namen hat der 8-teilige Himmelsort daher, das dieses Werkzeug als Kreis dargestellt wird, der von den Orientierungspunkten durchkreuzt wird. Das sieht am Ende aus wie ein 8-teiliges-Tortendiagramm. Der Mittelpunkt des Kreises, an dem sich alle Linien treffen, symbolisiert den bestmöglichen inneren Standpunkt den man haben kann, mit einer unverklärten Sicht auf die Dinge und das eigene Leben. Der Punkt, an dem Du in Dir ruhst. Frei von allen Ängsten und Zweifeln, weil Du weißt, dass alles in Ordnung ist, und loslassen kannst. Das im Gleichgewicht – Sein. Der Zustand mit dem geringstmöglichen Energieverlust. Ein himmlischer Ort, wenn Du mich fragst.

 

Das Gefühl der Orientierungslosigkeit und der Überforderung sind ganz normal und sehr, sehr häufig zu finden im Burnout-Prozess. Vielleicht geht es Dir wie dem Jäger im Brunnen: Du hängst mit einer Hand an der Wurzel und Du weißt, dass sie Dich nicht ewig halten und Du sie nicht ewig festhalten können wirst. Alle Auswege scheinen versperrt, nach oben von dem Tiger, der Dich fressen will, nach unten von der Schlange, die schon auf Dich lauert.

 

Die beiden alternativen Enden unserer Einstiegsgeschichte lauten übrigens folgender Maßen:

 

In der ersten Variante stößt unser Tiger, bei dem Versuch den armen Jäger mit seinen Pranken im Brunnen zu erwischen, etwas zu sehr an den Baum, an dem die Honigwabe hängt. Daraufhin werden die Bienen aggressiv, greifen Jäger und Tiger an. Der Jäger hält es nicht aus, lässt los und stürzt in den Tod auf den Boden des Brunnens, wo die Pyton sich über die gelieferte Mahlzeit hermacht.

 

In der zweiten Variante jedoch, lehnt sich der Tiger, bei dem Versuch ihn in dem Brunnen mit seinen Pranken zu erwischen, etwas zu weit über den Brunnenrand, und verliert das Gleichgewicht. Er stürzt hinab, bricht sich das Genick und begräbt die Schlange unter sich. Der Jäger jedoch kann rausklettern und nach Hause laufen, wo er seine Familie glücklich in die Arme schließt.

 

So ist das mit Lebenskrisen. Manchmal ist innehalten und Deine Mitte suchen das Einzige, was Du tun kannst. Und manchmal ist genau das ausreichend, weil sich im nächsten Moment alles in Wohlgefallen auflöst. Wenn Du schon keinen Ausweg findest, such also zumindestens nach dem Honig.

 

Deine Suzy.

 

Dieser Artikel ist ein Ausschnitt aus meinem Podcast "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins" .

Staffel 2 Folge 9  - Wie Du den Burnout-Chaos-Knoten löst! 8 gute Fragen, 8 Orientierungspunkte.



 

Ich bin Suzy - Ayurveda Therapeutin und Burnout Coach bei Burnout Coaching Berlin.

 

In meinem Mini - Blog und in meinem Podcast "Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins" erfährst Du alles darüber, wie Du deinen individuellen Weg aus dem Burnout findest.



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Burnout - Von der Leichtigkeit des Seins

Wie Du deinen inneren Stressknoten auflöst und Dich endlich aus dem Burnout befreist!

 

10 Kapitel  über die Gefühlswelt und deren Neuordnung im Burnout-Prozess. Plus: 4 neue Übungen, u.a.:

  • um Regeneration & Heilung zu förden
  • die eigene Energie zu erfahren & zu lenken
  • innere Stabilität zu schaffen & zu erhalten